Windhager aus Seekirchen bei Salzburg ist im Biomassebereich groß geworden — Pellet- und Stückholzkessel sind bis heute das Kerngeschäft. Das Wärmepumpenprogramm läuft unter dem Namen AeroWIN und ist auf die Kombination mit den vorhandenen Kesseln zugeschnitten.
Das Programm
- AeroWIN — Luft-Wasser-Wärmepumpen als Monoblock, invertergeregelt, in Leistungsklassen für Ein- und Zweifamilienhäuser.
- Kombisysteme aus Wärmepumpe und Pelletkessel mit gemeinsamer Regelung und gemeinsamem Puffer.
Wann Pellets plus Wärmepumpe Sinn ergibt
Die Kombination löst ein reales Problem im Altbau: Die Wärmepumpe arbeitet effizient, solange die Vorlauftemperatur niedrig bleibt — also im Frühjahr, Herbst und an milden Wintertagen. Genau dann fällt der Großteil des Jahreswärmebedarfs an. An den zwanzig kältesten Tagen, an denen 60 Grad Vorlauf nötig wären, übernimmt der Pelletkessel. Die Wärmepumpe kann dadurch kleiner und für niedrige Temperaturen ausgelegt werden, statt für den Extremfall.
Was das kostet und was es bringt
Zwei Wärmeerzeuger bedeuten zwei Investitionen, zwei Wartungen und mehr Platzbedarf. Das rechnet sich vor allem dort, wo der Pelletkessel ohnehin vorhanden und noch nicht abgeschrieben ist. Als Neuinvestition beider Geräte ist die Rechnung meist schlechter als eine korrekt ausgelegte Wärmepumpe mit ertüchtigten Heizflächen.
Förderung
Anders als bei einer Gas-Hybridlösung ist Biomasse ein erneuerbarer Erzeuger — die Kombination bleibt damit im förderfähigen Rahmen. Die konkreten Sätze und die Bedingungen für Biomasseanlagen ändern sich allerdings häufiger als bei reinen Wärmepumpen; prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Antragstellung.
Preisrahmen
Eine AeroWIN-Anlage liegt eingebaut meist bei 26.000 bis 38.000 Euro vor Förderung. Die Kombination mit einem neuen Pelletkessel erreicht 45.000 bis 65.000 Euro.
