Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Was eine Wärmepumpe kostet: die Posten im Angebot

Gerät, Hydraulik, Speicher, Elektrik, Außenanlagen: Woraus sich der Preis zusammensetzt, welche Spannen realistisch sind — und an welchen drei Zeilen sich Angebote wirklich unterscheiden.

Redaktion Die Wärmepumpe2 MinutenStand: Sommer 2026
Montage des Außengeräts einer Wärmepumpe
Montage des Außengeräts einer Wärmepumpe

Wer Angebote für eine Wärmepumpe vergleicht, vergleicht selten dasselbe. Die Endsummen liegen im Einfamilienhaus regelmäßig zwischen 18.000 und 40.000 Euro — und der Unterschied steckt fast nie im Gerät, sondern in dem, was um das Gerät herum eingerechnet wurde oder eben nicht.

Die Posten, aus denen der Preis besteht

Gerät. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 8 bis 12 Kilowatt Heizleistung liegt im Einkauf bei 8.000 bis 16.000 Euro. Sole-Wasser-Geräte sind ähnlich teuer, verlagern die Kosten aber in die Erschließung.

Hydraulik und Einbau. Rohrführung, Umwälzpumpe, Sicherheitsgruppe, Dämmung, Inbetriebnahme: 4.000 bis 9.000 Euro. Dieser Posten schwankt am stärksten und wird in günstigen Angeboten am häufigsten kleingerechnet.

Speicher. Warmwasserspeicher 1.000 bis 2.500 Euro, ein Pufferspeicher — sofern er überhaupt nötig ist — 500 bis 1.500 Euro.

Elektrik. Zuleitung, eigener Zählerplatz, Steuerung nach Paragraf 14a, Anmeldung beim Netzbetreiber: 800 bis 3.000 Euro, im Altbau mit alter Unterverteilung auch mehr.

Außenanlagen. Fundament oder Konsole, Kernbohrung, Kondensatableitung, gegebenenfalls Schallschutz: 500 bis 2.500 Euro. Bei Erdwärme ersetzt die Bohrung diesen Posten und kostet ein Vielfaches.

Nebenarbeiten. Rückbau der alten Anlage, Entsorgung des Öltanks, hydraulischer Abgleich, Heizkörpertausch in einzelnen Räumen. Genau hier entstehen die Nachträge.

Die drei Zeilen, an denen sich Angebote unterscheiden

  • Heizlastberechnung. Steht sie im Angebot oder wurde die Leistung nach Wohnfläche geschätzt? Eine geschätzte Leistung ist fast immer eine zu hohe Leistung.
  • Hydraulischer Abgleich. Er ist Fördervoraussetzung und Effizienzvoraussetzung zugleich. Fehlt er, fehlt kein Detail, sondern die Einstellung der ganzen Anlage.
  • Elektroanschluss. Wird die Zuleitung als Pauschale geführt oder nach Aufwand? Angebote ohne diesen Posten sind keine Angebote, sondern Preisschilder.

Was nach Förderung übrig bleibt

Förderfähig sind bis zu 30.000 Euro der Investitionskosten. Bei 30 Prozent Grundförderung plus Effizienz-, Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus sind in der Spitze 70 Prozent möglich. Aus 32.000 Euro Angebotssumme werden dann rechnerisch rund 11.000 Euro Eigenanteil — vorausgesetzt, alle beantragten Boni greifen tatsächlich.

Die laufenden Kosten

Bei 15.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 werden rund 4.300 Kilowattstunden Strom fällig. Mit einem Wärmepumpentarif zwischen 22 und 28 Cent sind das etwa 950 bis 1.200 Euro im Jahr. Dazu kommen Wartung alle zwei Jahre mit 150 bis 300 Euro und Rücklagen für Verschleißteile — kein Schornsteinfeger, keine Brennstoffbevorratung.

Woran man ein belastbares Angebot erkennt

Ein belastbares Angebot nennt die berechnete Heizlast, die geplante Vorlauftemperatur bei Normaußentemperatur, das Gerät mit Typbezeichnung, die Leistungszahl bei den Auslegungspunkten und den Umfang der Elektroarbeiten. Fehlt die Vorlauftemperatur, fehlt die Grundlage für jede Verbrauchsprognose — und damit für den ganzen Kostenvergleich.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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