Waterkotte aus Herne im Ruhrgebiet ist einer der ältesten Wärmepumpenhersteller Europas — die erste Serienanlage lief 1968. Der Schwerpunkt liegt bis heute auf erdgekoppelten Systemen, also Sole-Wasser und Wasser-Wasser.
Das Programm
- EcoTouch DS-Reihe — Sole-Wasser-Wärmepumpen für Erdsonde und Flächenkollektor, in vielen Leistungsklassen bis in den Gewerbebereich.
- Wasser-Wasser-Geräte — für den Betrieb mit Grundwasser über Förder- und Schluckbrunnen.
- Luft-Wasser-Geräte — im Programm, aber nicht der historische Schwerpunkt.
- Kompaktgeräte mit integriertem Speicher und Warmwasserbereitung.
Warum Sole hier Sinn ergibt
Eine erdgekoppelte Anlage arbeitet mit einer nahezu konstanten Quellentemperatur von rund acht bis zwölf Grad — im Januar wie im Oktober. Daraus folgen Jahresarbeitszahlen von 4,5 bis über 5, während Luft-Wasser-Geräte im Bestand meist zwischen 3 und 4 landen. Der Unterschied bedeutet bei 18.000 Kilowattstunden Wärmebedarf rund 1.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, also 250 bis 350 Euro. Der Haken bleibt die Bohrung: 8.000 bis 18.000 Euro, dazu die wasserrechtliche Erlaubnis.
Was zu prüfen ist
Wasser-Wasser-Anlagen stellen die höchsten Anforderungen: Die Wasseranalyse muss stimmen — Eisen, Mangan und Sauerstoffgehalt entscheiden über die Lebensdauer des Wärmeübertragers —, und die Behörde muss die Entnahme genehmigen. Lassen Sie die Analyse vor der Bestellung machen, nicht danach.
Preisrahmen
Sole-Anlagen liegen mit Bohrung meist bei 38.000 bis 60.000 Euro vor Förderung, Wasser-Wasser-Anlagen mit zwei Brunnen ähnlich. Nach Förderung bleiben oft 15.000 bis 25.000 Euro.
Einordnung
Waterkotte lohnt sich, wenn das Grundstück eine Bohrung hergibt und die Anlage lange laufen soll. Für den schnellen Heizungstausch im dicht bebauten Bestand ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die praktischere Antwort.
