Der Warmwasserspeicher ist das Bauteil, an dem in Wärmepumpenanlagen am häufigsten gespart wird — und an dem sich Effizienz am schnellsten verliert.
Warum ein Kesselspeicher nicht genügt
Ein Gaskessel liefert 60 bis 80 Grad heißes Wasser und lädt einen Speicher in einer halben Stunde. Eine Wärmepumpe liefert 50 bis 55 Grad — die Temperaturdifferenz zum Speicherwasser ist also viel kleiner. Um dieselbe Wärmemenge zu übertragen, braucht es eine deutlich größere Wärmetauscherfläche. Als Richtwert gelten 0,25 bis 0,4 Quadratmeter Glattrohrfläche je Kilowatt Wärmepumpenleistung; Speicher für Kessel liegen oft bei der Hälfte. Ein unterdimensionierter Wärmetauscher zwingt die Wärmepumpe auf höhere Vorlauftemperaturen — und kostet damit dauerhaft Arbeitszahl.
Die Größe
- Zwei Personen: 200 Liter
- Drei bis vier Personen: 250 bis 300 Liter
- Fünf Personen oder Badewanne mit hohem Volumen: 300 bis 400 Liter
- Zweifamilienhaus: 400 bis 500 Liter oder Frischwasserstation
Die Speichertemperatur
48 bis 50 Grad reichen im Alltag vollkommen — Duschwasser hat 38 Grad. Jedes Grad höher kostet rund zweieinhalb Prozent Arbeitszahl im Warmwasserbetrieb. Die Legionellenschaltung auf 60 Grad einmal pro Woche ist davon unberührt und bei Speichern unter 400 Litern in Einfamilienhäusern rechtlich meist nicht zwingend, aber sinnvoll. Sie kostet je nach Speichergröße 2 bis 4 Kilowattstunden pro Durchlauf.
Zirkulation — der stille Verbraucher
Eine dauerhaft laufende Zirkulationspumpe kann 1.000 bis 2.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr vernichten, also mehr als ein Drittel des gesamten Warmwasserbedarfs. Zeitsteuerung oder Anforderung per Taster reduzieren das drastisch. Bei einer Wärmepumpenanlage ist das eine der lohnendsten Einstellungen überhaupt.
Preisrahmen
Ein wärmepumpentauglicher 300-Liter-Speicher kostet 900 bis 2.200 Euro, mit zusätzlichem Solarwärmetauscher 1.300 bis 2.800 Euro. Der Aufpreis gegenüber einem Standardspeicher liegt bei 200 bis 600 Euro — und ist die wirtschaftlichste Position im ganzen Angebot.
