Die Wärmepumpe
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Strompreise

Warmwasser mit der Wärmepumpe: was es wirklich an Strom kostet

Warmwasser macht in gut gedämmten Häusern bis zu einem Drittel des Wärmebedarfs aus. Wie viel Strom das kostet, welche Arbeitszahl realistisch ist und mit welchen Einstellungen sich sparen lässt.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Garten eines Wohnhauses
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Garten eines Wohnhauses

Beim Stromverbrauch einer Wärmepumpe schaut jeder auf die Heizung. Das Warmwasser läuft nebenher — und wird über die Jahre der teurere Posten, je besser das Haus gedämmt ist.

Die Mengen

Pro Person und Tag rechnet man mit 30 bis 50 Litern Warmwasser bei 45 Grad. Für vier Personen sind das 2.200 bis 3.400 Kilowattstunden Wärme im Jahr. Ein saniertes Haus mit 150 Quadratmetern braucht 12.000 Kilowattstunden zum Heizen — Warmwasser macht also rund ein Fünftel aus. In einem Neubau mit 6.000 Kilowattstunden Heizwärme ist es ein Drittel.

Die Arbeitszahl im Warmwasserbetrieb

Sie liegt systematisch niedriger als beim Heizen, weil höhere Temperaturen gefahren werden: typischerweise 2,4 bis 3,2 statt 3,5 bis 4,5. Für vier Personen bedeutet das 800 bis 1.300 Kilowattstunden Strom im Jahr, also 200 bis 350 Euro bei 25 Cent.

Die vier Stellschrauben

  • Speichertemperatur: 48 statt 55 Grad spart rund 15 Prozent im Warmwasserbetrieb. Duschwasser hat 38 Grad — mehr als 50 im Speicher braucht niemand.
  • Zirkulation: Eine durchlaufende Zirkulationspumpe kostet 1.000 bis 2.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr. Zeitfenster oder Tasteranforderung reduzieren das um 70 bis 90 Prozent. Das ist die größte Einzelposition überhaupt.
  • Legionellenschaltung: Einmal wöchentlich statt täglich genügt. Bei Speichern unter 400 Litern im Einfamilienhaus ist sie rechtlich meist nicht zwingend vorgeschrieben, aber sinnvoll.
  • Ladezeitpunkt: Mittags laden, wenn Photovoltaikstrom da ist. Der Speicher ist der günstigste Stromspeicher im Haus.

Wann sich eine separate Brauchwasserwärmepumpe lohnt

Wenn die Heizungswärmepumpe im Sommer nur noch für Warmwasser anspringt, arbeitet sie außerhalb ihres Auslegungsbereichs und taktet. Eine separate Brauchwasserwärmepumpe im Keller übernimmt das effizienter — und nutzt zusätzlich Abwärme aus dem Aufstellraum. Für Häuser mit hohem Warmwasserbedarf und Photovoltaik ist das oft die wirtschaftlichere Lösung.

Zum Nachrechnen

Vier Personen, 300-Liter-Speicher, 48 Grad, Zirkulation mit Zeitfenster: rund 900 Kilowattstunden Strom im Jahr. Dieselben vier Personen, 58 Grad, Zirkulation durchgehend: 2.200 Kilowattstunden. Der Unterschied kostet über 300 Euro im Jahr — und liegt vollständig in der Einstellung.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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