Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Wanddurchführung und Hauseinführung: der Punkt, an dem Wärme verloren geht

Die Leitungen vom Außengerät ins Haus brauchen eine dichte, gedämmte und schallentkoppelte Durchführung. Welche Systeme es gibt, welche Fehler häufig sind und was die Ausführung kostet.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Einfamilienhaus mit Wärmepumpe als Heizung
Einfamilienhaus mit Wärmepumpe als Heizung

Zwischen Außengerät und Haus laufen zwei Leitungen, ein Kondensatablauf und ein Elektrokabel. Die Stelle, an der sie durch die Wand gehen, ist klein — und einer der häufigsten Mängel bei fertigen Anlagen.

Was die Durchführung leisten muss

  • Dicht gegen Wasser. Eine Kernbohrung mit leichtem Gefälle nach außen und einer druckwasserdichten Abdichtung, besonders wenn sie unterhalb des Erdreichs liegt.
  • Dicht gegen Luft. Eine undichte Durchführung ist eine Wärmebrücke mit Zugluft — und in Passivhäusern ein Problem für die Luftdichtheitsprüfung.
  • Gedämmt. Die Vorlaufleitung führt 35 bis 55 Grad warmes Wasser durch eine kalte Wand. Ohne Dämmung sind das über eine Heizsaison mehrere hundert Kilowattstunden Verlust.
  • Schallentkoppelt. Die Rohre dürfen die Wand nicht starr berühren. Ausmörteln überträgt Körperschall direkt ins Mauerwerk.

Die Systeme

  • Mehrspartenhauseinführung. Ein vorgefertigtes System mit Dichtpackungen für jede Leitung. Sauber, dicht, teurer.
  • Kernbohrung mit Ringraumdichtung. Eine Bohrung, in die eine Presspackung eingesetzt wird. Der verbreitete Kompromiss.
  • Kernbohrung mit dauerelastischer Verfüllung. Günstig, ausreichend bei Durchführungen oberhalb des Erdreichs, wenn ordentlich ausgeführt.

Die typischen Fehler

  1. Ausgemörtelt statt elastisch verfüllt. Überträgt Körperschall und reißt bei Bewegung.
  2. Gefälle nach innen. Regenwasser läuft in den Keller.
  3. Dämmung endet an der Wand. Sie muss durch die Wand durchlaufen, nicht davor aufhören.
  4. Zu kleine Bohrung. Dann liegen die Rohre an, und alle Entkopplung ist wirkungslos.

Was noch dazugehört

Die Elektroleitung sollte in einem eigenen Leerrohr laufen, getrennt von den Hydraulikleitungen. Bei Split-Geräten kommt die Kältemittelleitung dazu, die ebenfalls gedämmt und dicht durchgeführt werden muss — mit Prüfprotokoll, weil sie unter Druck steht.

Kosten

  • Kernbohrung inklusive Verfüllung: 250 bis 600 Euro
  • Mehrspartenhauseinführung: 600 bis 1.500 Euro
  • Nachträgliche Abdichtung einer undichten Durchführung: 400 bis 1.200 Euro

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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