Die Wärmepumpe
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Wärmeübertrager in der Wärmepumpenanlage: welcher wo sitzt

Verdampfer, Verflüssiger, Plattenwärmetauscher, Frischwasserstation, Luft-Wasser-Register: Welche Übertrager in einer Anlage arbeiten, was sie an Temperatur kosten und woran man Probleme erkennt.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Beratungsgespräch zur Wärmepumpe im Eigenheim
Beratungsgespräch zur Wärmepumpe im Eigenheim

In einer Wärmepumpenanlage stecken je nach Konzept drei bis sechs Wärmeübertrager. Jeder von ihnen kostet Temperaturdifferenz — und damit Arbeitszahl. Wer weiß, wo sie sitzen, versteht, wo Effizienz verloren geht.

Die Übertrager im Kältekreis

  • Verdampfer: nimmt Wärme aus Luft, Sole oder Wasser auf. Bei Luftgeräten das lamellenbesetzte Register im Außengerät, bei Solegeräten ein Plattenwärmetauscher.
  • Verflüssiger: gibt die Wärme an das Heizungswasser ab. Meist ein gelöteter Plattenwärmetauscher.

Die Übertrager im Wasserkreis

  • Speicherwärmetauscher: das Glattrohr- oder Rippenrohrregister im Warmwasserspeicher. Bei Wärmepumpen muss es deutlich größer sein als bei Kesseln — als Richtwert 0,25 bis 0,4 Quadratmeter je Kilowatt Leistung.
  • Frischwasserstation: erwärmt Trinkwasser im Durchfluss aus dem Puffer. Braucht hohe Leistung im Moment der Entnahme.
  • Systemtrenner: Plattenwärmetauscher zwischen zwei Kreisen, etwa bei Glykol außen und Wasser innen. Kostet 3 bis 6 Kelvin.
  • Luft-Wasser-Register: in Gebläsekonvektoren und Lüftungsanlagen.

Was jede Übertragung kostet

Jeder Wärmeübertrager braucht eine Temperaturdifferenz, um Wärme zu bewegen. Typisch sind 2 bis 6 Kelvin je Stufe. Bei einer Anlage mit Verflüssiger, Systemtrenner und Speicherwärmetauscher summiert sich das auf 10 bis 15 Kelvin zwischen Kältekreis und Zapfwasser. Genau deshalb muss der Verdichter auf 60 Grad fahren, damit 48 Grad aus dem Hahn kommen — und genau deshalb ist jede vermeidbare Trennstufe bares Geld.

Woran man Probleme erkennt

  • Große Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf bei geringer Leistung: Hinweis auf zu geringen Volumenstrom oder verschmutzten Übertrager.
  • Warmwasser wird nicht mehr richtig warm: häufig ein verkalkter Speicherwärmetauscher, besonders bei hartem Wasser und hohen Speichertemperaturen.
  • Vereisung des Außengeräts trotz Abtauung: verschmutztes oder verbogenes Verdampferregister.

Wartung

Das Verdampferregister im Außengerät sollte jährlich von Laub, Pollen und Staub befreit werden — vorsichtig, die Lamellen verbiegen leicht. Plattenwärmetauscher im Heizkreis sind bei sauberem Anlagenwasser wartungsfrei; entscheidend ist ein funktionierender Schmutzfänger im Rücklauf und eine korrekte Wasserqualität nach den Vorgaben des Herstellers.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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