Verivox und Check24 sind der schnellste Weg zu einer Übersicht der Wärmepumpentarife im eigenen Netzgebiet. Sie sind auch der schnellste Weg zu einem Tarif, der im zweiten Jahr deutlich teurer ist als gedacht.
Die Filter, die zu setzen sind
- Tarifart Wärmepumpe oder Wärmestrom auswählen — der Haushaltsstromvergleich zeigt andere Preise und andere Netzentgelte.
- Realistischen Jahresverbrauch eintragen. Bei einer Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus sind das 3.500 bis 7.000 Kilowattstunden. Wer einen zu niedrigen Wert einträgt, bekommt Tarife mit niedrigem Grundpreis und hohem Arbeitspreis vorgeschlagen.
- Boni ausblenden, wenn das Portal die Option anbietet — sonst steht das Ranking auf dem ersten Jahr.
- Preisgarantie und Laufzeit als Sortierkriterium mitnehmen.
Warum Boni das Ranking verzerren
Ein Neukundenbonus von 200 Euro senkt die Jahreskosten im ersten Jahr rechnerisch um 5 Cent je Kilowattstunde bei 4.000 Kilowattstunden Verbrauch. Im zweiten Jahr ist er weg, der Arbeitspreis bleibt. Portale zeigen standardmäßig die Kosten des ersten Jahres — das ist der Grund, warum Tarife mit hohem Bonus und hohem Arbeitspreis oben stehen. Rechnen Sie mit dem Preis ohne Bonus und prüfen Sie, ob rechtzeitig gekündigt werden kann.
Was die Portale nicht zeigen
- Die Kosten des zweiten Zählers. Sie fallen beim Netzbetreiber an, nicht beim Lieferanten, und tauchen im Vergleich nicht auf.
- Sperrzeiten. Wie oft und wie lange der Netzbetreiber abschaltet, hängt vom Netzgebiet ab und steht in keinem Tarifvergleich.
- Die Bonitätsprüfung. Manche Billiganbieter verlangen Vorkasse oder hohe Abschläge.
- Die Stabilität des Anbieters. Nach den Marktverwerfungen der vergangenen Jahre ist das kein theoretischer Punkt.
Der einfache Gegencheck
Holen Sie sich zusätzlich das Angebot Ihres örtlichen Stadtwerks. Es steht in Portalen oft nicht auf den vorderen Plätzen, ist aber häufig konkurrenzfähig, wenn man Boni herausrechnet — und im Streitfall ist ein regionaler Ansprechpartner mehr wert als zwei Cent.
Wie oft wechseln
Einmal jährlich prüfen genügt. Wer einen Tarif mit zwölf Monaten Laufzeit und Preisgarantie hat, setzt sich eine Erinnerung drei Monate vor Ablauf — das ist der Zeitpunkt, zu dem der Vergleich wirklich etwas bringt.
