Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Wärmepumpenheizkörper und Gebläsekonvektoren: Leistung aus Luftbewegung

Gebläsekonvektoren liefern auch bei 35 Grad Vorlauf volle Leistung. Wie sie funktionieren, wie laut sie sind, was sie an Strom brauchen, was sie kosten und wo sie die bessere Wahl sind.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Techniker bei der Installation einer Wärmepumpe
Techniker bei der Installation einer Wärmepumpe

Wenn ein Raum zu wenig Heizfläche hat und kein Platz für einen größeren Heizkörper ist, gibt es einen zweiten Weg: Statt die Fläche zu vergrößern, wird die Luft daran vorbeibewegt. Genau das machen Gebläsekonvektoren, oft als Wärmepumpenheizkörper verkauft.

Wie viel das bringt

Ein normaler Heizkörper gibt seine Wärme durch freie Konvektion und Strahlung ab. Ein Ventilator, der Luft durch das Register drückt, vervielfacht den Wärmeübergang. Praktisch bedeutet das: Ein Gerät in der Größe eines mittleren Heizkörpers liefert bei 35 bis 40 Grad Vorlauf so viel Leistung wie ein doppelt so großer Plattenheizkörper bei 55 Grad.

Was das kostet — an Strom und an Ruhe

  • Stromverbrauch: 2 bis 15 Watt je Gerät im Betrieb, je nach Stufe. Über eine Heizsaison bei sechs Geräten grob 50 bis 200 Kilowattstunden. Gegenüber dem Effizienzgewinn der niedrigeren Vorlauftemperatur ist das eine gute Bilanz.
  • Schall: In der niedrigsten Stufe sind gute Geräte kaum wahrnehmbar, in der höchsten deutlich hörbar — vergleichbar mit einem leisen Lüfter. Im Wohnzimmer ist das meist unproblematisch, im Schlafzimmer nicht immer. Lassen Sie sich ein Gerät vorführen, bevor Sie sechs bestellen.
  • Wartung: Die Register verstauben und müssen ein- bis zweimal im Jahr gereinigt werden, sonst fällt die Leistung.

Der Nebeneffekt: Kühlen

Viele Gebläsekonvektoren können im Sommer auch kühlen, wenn die Wärmepumpe eine aktive Kühlfunktion hat. Anders als eine Fußbodenkühlung, die wegen Taupunktgefahr nur wenige Grad schafft, kann ein Konvektor mit Kondensatwanne echte Kühlleistung bringen. Dann braucht er allerdings einen Kondensatablauf — das ist bei der Planung zu berücksichtigen, nicht nachträglich.

Wann sie die bessere Wahl sind

  • In Räumen, in denen die Wand für einen größeren Heizkörper nicht reicht.
  • In denkmalgeschützten Gebäuden mit Vorgaben zur Ansichtsfläche.
  • Wenn ohnehin gekühlt werden soll.
  • Als gezielte Nachrüstung in den zwei oder drei Problemräumen, statt eines Hochtemperaturgeräts für das ganze Haus.

Preisrahmen

Je nach Bauform und Leistung 500 bis 1.400 Euro pro Gerät inklusive Montage. Wandmontage ist günstiger als Einbau in Boden oder Decke.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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