Die Wärmepumpe
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Energiewende

Wärmepumpen-Hersteller: die Marken im Überblick

Über sechzig Marken bieten in Deutschland Wärmepumpen an. Wer wozu gehört, welche Konzerne dahinterstehen, welche Marken dieselbe Technik verkaufen und worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Moderne Luftwärmepumpe an der Hauswand
Moderne Luftwärmepumpe an der Hauswand

Der Markt ist unübersichtlicher, als er aussieht. Viele Marken gehören zu wenigen Konzernen, und mehrere Namen bezeichnen häufig dieselbe Maschine über unterschiedliche Vertriebswege.

Wer zu wem gehört

  • Bosch Home Comfort: Bosch, Buderus, Junkers, IVT, Worcester.
  • Nibe Group: Nibe, Alpha Innotec, Novelan, Ait, Thermia, Danfoss-Wärmepumpen aus dem früheren DHP-Programm.
  • Ariston Group: Ariston, Wolf, ELCO, Chaffoteaux.
  • BDR Thermea: Remeha, Brötje, De Dietrich, Baxi.
  • Daikin: Daikin, Rotex.
  • Carrier: Viessmann Climate Solutions, Clivet, Toshiba Carrier.
  • Stiebel Eltron: Stiebel Eltron, Tecalor.
  • Glen Dimplex: Dimplex, Riedel.

Marken, die dieselbe Technik verkaufen

Bosch Compress und Buderus Logatherm teilen Plattformen. Stiebel Eltron WPL und Tecalor TTL sind weitgehend baugleich. Alpha Innotec und Novelan kommen aus derselben Fertigung. Wer zwei Angebote vergleicht, sollte deshalb nicht die Markennamen nebeneinanderlegen, sondern die technischen Daten — und offen fragen, welchem Schwestermodell das angebotene Gerät entspricht.

Die kleineren und spezialisierten Anbieter

Neben den Konzernen gibt es eine Reihe kleinerer Hersteller mit klarem Profil: Lambda, IDM, Ovum, Heliotherm, m-tec, Bartl und Neura aus Österreich; Waterkotte, Solvis, Brunner, Roth, MHG, Kermi und Giersch aus Deutschland; Ecoforest aus Spanien, CTC und Thermia aus Schweden, Nilan aus Dänemark, Aermec und Clivet aus Italien, Atlantic aus Frankreich, Sunex aus Polen. Dazu die asiatischen Anbieter Midea, Haier, Gree, Kaisai, Hisense, Sprsun und andere, die überwiegend über Importeure vertrieben werden.

Was bei der Auswahl tatsächlich zählt

  1. Servicenetz vor Ort. Wer kommt im Januar, wenn die Anlage steht? Diese Frage entscheidet mehr über die Zufriedenheit als jedes Datenblatt.
  2. Passung zum Gebäude. Vorlauftemperatur, Heizlast, Modulationsbereich — nicht die Marke.
  3. Förderfähigkeit. Das konkrete Modell muss auf der offiziellen Liste stehen.
  4. Ersatzteilverfügbarkeit über zwanzig Jahre. Bei etablierten Konzernen unproblematisch, bei Importmarken die entscheidende Unbekannte.

Die Marke bestimmt den Preis. Die Auslegung bestimmt die Stromrechnung. Von diesen beiden ist die zweite die größere Zahl.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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