Für viele Altbaubesitzer ist die Pelletheizung die naheliegende Alternative: Sie kommt mit hohen Vorlauftemperaturen zurecht, verlangt keine Heizflächenertüchtigung und erfüllt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes. Der Vergleich ist deshalb ernst zu führen.
Investition
- Pelletkessel mit Lager, Austragung, Puffer und Montage: 25.000 bis 40.000 Euro.
- Wärmepumpe mit Speicher und Montage: 24.000 bis 38.000 Euro, plus gegebenenfalls 2.000 bis 5.000 Euro für größere Heizkörper.
Beide sind förderfähig; die Sätze für Biomasse sind teils an zusätzliche Bedingungen wie Staubgrenzwerte oder die Kombination mit Solarthermie geknüpft. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Antragstellung.
Betriebskosten
Bei 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf: Pellets rund 1.650 Euro Brennstoff, Wärmepumpe mit Arbeitszahl 3,5 rund 1.420 Euro Strom. Bei einer Arbeitszahl von 2,7 im unsanierten Bestand dreht sich das: Dann liegt die Wärmepumpe bei 1.850 Euro und Pellets sind günstiger.
Der Aufwand im Alltag
- Pellets: Lagerraum von 6 bis 10 Quadratmetern, jährliche Lieferung mit Silowagen, Ascheentleerung mehrmals pro Saison, gründliche Wartung einmal jährlich, Schornsteinfeger.
- Wärmepumpe: jährliche Sichtprüfung, Filter reinigen, sonst nichts.
Wann Pellets die bessere Wahl sind
- Unsanierter Altbau mit 65 bis 75 Grad Vorlauftemperatur, bei dem Heizflächen aus baulichen oder denkmalrechtlichen Gründen nicht geändert werden können.
- Gebäude ohne ausreichenden Stromanschluss und ohne Möglichkeit zur Verstärkung.
- Häuser mit vorhandenem Lagerraum aus der Ölzeit und eigener Holzquelle.
Wann die Wärmepumpe klar vorn liegt
- Wenn 50 Grad Vorlauftemperatur erreichbar sind.
- Wenn eine Photovoltaikanlage vorhanden ist oder geplant wird.
- Wenn kein Platz für Lager und Kessel da ist.
- Wenn niemand im Haus Lust hat, Asche zu entleeren.
Die Kombination
Beides zusammen ist technisch sinnvoll: Die Wärmepumpe deckt den Grundbedarf bei niedrigen Temperaturen, der Pelletkessel die kalten Spitzen. Als Neuinvestition beider Geräte lohnt das selten; wenn ein funktionierender Pelletkessel bereits steht, dagegen häufig.
