In den Jahren nach 2022 waren Lieferzeiten von sechs bis zwölf Monaten die Regel. Inzwischen hat sich die Lage weitgehend entspannt — aber nicht überall gleich.
Womit heute zu rechnen ist
- Standardgeräte der großen Hersteller in gängigen Leistungsklassen: zwei bis acht Wochen.
- Kleinere und spezialisierte Hersteller: zwei bis sechs Monate, in Einzelfällen länger, weil die Stückzahlen begrenzt sind.
- Sonderausführungen — Innenaufstellung, Hochtemperatur, große Leistungsklassen: länger als die Standardvarianten.
- Zubehör und Speicher: oft der eigentliche Engpass. Ein Gerät ohne passenden Speicher nützt nichts.
Der Termin, der zählt
Nicht die Lieferzeit des Geräts, sondern der Montagetermin des Betriebs. In der Hochsaison zwischen September und Dezember sind gute Betriebe drei bis sechs Monate ausgebucht. Wer im Oktober anfragt, baut im Frühjahr ein — unabhängig davon, wann das Gerät im Lager steht.
Wie man sich absichert
- Alte Heizung nicht ausbauen, bevor das neue Gerät geliefert ist. Das klingt selbstverständlich und wird trotzdem regelmäßig anders gemacht.
- Verbindlichen Liefertermin ins Angebot aufnehmen lassen, mit Regelung für den Verzugsfall.
- Im Frühjahr oder Sommer planen. Dann sind Betriebe verfügbar, Preise verhandelbar und ein Verzug unkritisch.
- Bei Havarie im Winter: mobile Heizzentrale mieten. Kostet 800 bis 2.500 Euro im Monat und ist billiger als eine überstürzte Gerätewahl.
Was die Förderung damit zu tun hat
Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden — genauer: vor Abschluss des Liefer- und Leistungsvertrags. Wer wegen langer Lieferzeit früh bestellt und den Antrag nachschiebt, verliert den Anspruch. Üblich und zulässig ist ein Vertrag mit aufschiebender Bedingung, der erst mit der Förderzusage wirksam wird. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.
Die Frage an den Betrieb
Nicht: Wie lange dauert die Lieferung? Sondern: Wann steht die Anlage betriebsbereit im Keller, und was passiert, wenn dieser Termin nicht gehalten wird? Die zweite Frage bringt die belastbarere Antwort.
