Bei 50 bis 70 Quadratmetern liegt die Heizlast je nach Zustand zwischen 2 und 6 Kilowatt. Damit beginnt ein Problem, das bei großen Häusern keines ist: Die kleinste verfügbare Wärmepumpe ist oft immer noch zu groß.
Die Zahlen
- Neubauwohnung, 60 Quadratmeter: 1,5 bis 2,5 kW Heizlast.
- Sanierte Wohnung im Bestand: 3 bis 4 kW.
- Unsanierte kleine Wohnung oder Ferienhaus: 5 bis 7 kW.
Warum Takten hier das Hauptthema ist
Die kleinsten am Markt üblichen Luft-Wasser-Wärmepumpen beginnen bei 3 bis 4 Kilowatt Nennleistung und modulieren auf vielleicht 1,5 Kilowatt herunter. Eine Wohnung mit 2 Kilowatt Bedarf zwingt selbst dieses Gerät im Frühjahr zum Ein- und Ausschalten. Jeder Start kostet Effizienz — bei zwanzig Starts am Tag summiert sich das über einen Winter erheblich.
Die Gegenmittel
- Pufferspeicher. Er verlängert die Laufzeit je Start. 100 bis 200 Liter reichen bei dieser Größenordnung meist aus.
- Kein Überströmventil als Ersatz. Es hält zwar die Mindestumlaufmenge, verlängert aber die Laufzeit nicht.
- Kleine Geräte gezielt suchen. Einige Hersteller führen Ausführungen ab 3 Kilowatt mit weitem Modulationsbereich; sie sind seltener im Standardangebot.
Die Alternativen bei sehr kleinem Bedarf
- Luft-Luft-Wärmepumpe: Ein oder zwei Splitgeräte heizen eine kleine Wohnung effizient, ohne Wasserkreis. Warmwasser muss separat gelöst werden.
- Brauchwasserwärmepumpe plus Direktheizung: Für Ferienhäuser mit wenigen Nutzungswochen im Jahr oft die wirtschaftlichere Lösung.
- Zentrale Lösung im Mehrfamilienhaus: Eine Wärmepumpe für das ganze Gebäude arbeitet effizienter als sechs kleine in den Wohnungen.
Preisrahmen
Eine kleine Luft-Wasser-Anlage liegt eingebaut bei 18.000 bis 28.000 Euro vor Förderung. Eine Luft-Luft-Lösung mit zwei Innengeräten kostet 6.000 bis 12.000 Euro — die Förderfähigkeit ist dabei allerdings eingeschränkt und im Einzelfall zu prüfen.
