Acht Kilowatt ist die Größe, die im deutschen Einfamilienhaus am häufigsten verbaut wird — und in vielen Fällen die richtige Wahl für ein teilsaniertes Haus mit 130 bis 160 Quadratmetern.
Für welche Gebäude die Klasse passt
- Einfamilienhaus mit gedämmter oberster Geschossdecke, neuen Fenstern und einer Fassade aus den achtziger Jahren oder besser.
- Neubauten mit 180 bis 200 Quadratmetern — dort reicht die Leistung dank guter Dämmung ebenfalls.
- Reihenmittelhäuser älteren Baujahrs, die von den Nachbarwänden profitieren.
Was bei Frost übrig bleibt
Ein Luft-Wasser-Gerät mit 8 Kilowatt Nennleistung liefert bei minus sieben Grad Außentemperatur und 45 Grad Vorlauf je nach Bauart etwa 5,5 bis 7 Kilowatt. Wenn die Heizlast Ihres Hauses bei 8 Kilowatt liegt, springt an solchen Tagen der Heizstab an. Das ist kein Fehler, solange es wenige Tage im Jahr sind — Deutschland hat je nach Region 5 bis 20 Tage mit Tagesmitteltemperaturen unter minus fünf Grad. Über das Jahr summiert das ein paar hundert Kilowattstunden.
Betriebskosten
Ein Haus, das eine 8-Kilowatt-Maschine braucht, verbraucht typischerweise 14.000 bis 18.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 sind das rund 4.000 bis 5.100 Kilowattstunden Strom, also 1.000 bis 1.400 Euro bei einem Wärmepumpentarif um 25 Cent.
Geräte in dieser Klasse
Praktisch jeder Hersteller führt eine Größe um 8 Kilowatt: Vaillant aroTHERM plus VWL 75/6, Viessmann Vitocal 250-A in der entsprechenden Baugröße, Bosch Compress 6800i AW, Nibe S2125-8, Panasonic Aquarea, LG Therma V Monobloc S 9 kW, Samsung EHS Mono. Die Auswahl ist deshalb groß — und der Preisunterschied zwischen den Marken in dieser Klasse am deutlichsten.
Worauf im Angebot zu achten ist
Lassen Sie sich die untere Modulationsgrenze nennen. Ein Gerät, das von 8 nur bis 3 Kilowatt heruntermoduliert, taktet im Frühjahr; eines, das bis 1,5 Kilowatt kommt, läuft durch. Das ist bei gleicher Nennleistung der wichtigste Unterschied zwischen zwei Angeboten.
