Häuser mit 300 oder 400 Quadratmetern liegen in einem Bereich, in dem Standardgeräte an ihre Grenzen kommen und die Planung mehr Gewicht bekommt als die Gerätewahl.
Die Größenordnung
- 300 Quadratmeter, saniert: 14 bis 18 kW Heizlast.
- 300 Quadratmeter, unsaniert: 25 bis 35 kW.
- 400 Quadratmeter, saniert: 18 bis 24 kW.
- 400 Quadratmeter, unsaniert: 35 bis 50 kW.
Ein Gerät oder mehrere
Oberhalb von 20 Kilowatt spricht viel für eine Kaskade aus zwei oder drei Geräten. Der Grund ist der Teillastbetrieb: Ein 30-Kilowatt-Gerät moduliert bis vielleicht 9 Kilowatt herunter — ein Haus, das im Januar 30 braucht, braucht im Oktober 6. Zwei Maschinen mit je 15 Kilowatt decken den Bereich von 4 bis 30 Kilowatt sauber ab. Dazu kommt Redundanz: Bei einem Ausfall bleibt die Hälfte der Leistung erhalten.
Der Stromanschluss
Anlagen dieser Größe ziehen elektrisch 8 bis 15 Kilowatt, mit Heizstab mehr. Prüfen Sie früh, was der Hausanschluss hergibt — bei älteren Häusern mit 35-Ampere-Vorsicherung wird es eng. Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist Pflicht; eine Anschlussverstärkung dauert je nach Region Wochen bis Monate.
Erdwärme wird interessanter
Je höher der Wärmebedarf, desto schneller amortisiert sich eine Erdsonde. Bei 40.000 Kilowattstunden Wärmebedarf bringt die bessere Arbeitszahl gegenüber einem Luftgerät rund 3.000 Kilowattstunden Strom Ersparnis im Jahr, also 750 bis 900 Euro. Damit rechnet sich eine Bohrung für 15.000 Euro in unter zwanzig Jahren — deutlich schneller als beim kleinen Einfamilienhaus.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut meist bei 40.000 bis 75.000 Euro vor Förderung, mit Erdsonden am oberen Ende. Eine belastbare Zahl entsteht erst mit Heizlastberechnung und Hydraulikkonzept.
