Zweihundert Quadratmeter sind die Größe, bei der die Frage nach der Wärmepumpe kippt: Im sanierten Haus ist es ein Standardfall, im unsanierten Altbau ein Planungsprojekt.
Die Bandbreite
- Neubau: 5 bis 7 kW Heizlast.
- Saniert: 9 bis 12 kW.
- Teilsaniert: 14 bis 18 kW.
- Unsaniert, Fassade ungedämmt: 20 bis 28 kW.
Der unsanierte Fall — und was er wirklich verlangt
Ein ungedämmtes Haus mit 200 Quadratmetern und 60 bis 70 Grad Vorlauftemperatur ist mit einer Wärmepumpe zwar beheizbar, aber teuer im Betrieb: Die Arbeitszahl fällt auf 2,3 bis 2,8, der Stromverbrauch steigt auf 12.000 bis 16.000 Kilowattstunden im Jahr. Bevor ein 20-Kilowatt-Gerät bestellt wird, gehören drei Prüfungen dazwischen: die raumweise Heizlast, die tatsächlich nötige Vorlauftemperatur nach einem Absenkversuch, und die Frage, welche Heizkörper mit vertretbarem Aufwand vergrößert werden können.
Der Absenkversuch
Er kostet nichts und liefert die wichtigste Zahl der ganzen Planung: Stellen Sie die Vorlauftemperatur des vorhandenen Kessels an einem kalten Tag schrittweise herunter — 60, dann 55, dann 50 Grad — und prüfen Sie, ob alle Räume warm werden. Was der alte Kessel bei 50 Grad schafft, schafft auch eine Wärmepumpe. Was er nicht schafft, zeigt Ihnen genau, welche Räume neue Heizflächen brauchen.
Stromverbrauch und Kosten
Ein saniertes Haus dieser Größe kommt auf 18.000 bis 24.000 Kilowattstunden Wärme und bei einer Arbeitszahl von 3,5 auf 5.100 bis 6.900 Kilowattstunden Strom — rund 1.300 bis 1.700 Euro im Jahr. Ein unsaniertes Haus liegt beim Doppelten.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut meist bei 28.000 bis 45.000 Euro vor Förderung, im unsanierten Bestand mit Heizflächenertüchtigung eher am oberen Rand.
