Sechzehn Kilowatt ist die obere Grenze dessen, was viele Hersteller als Einzelgerät für Wohngebäude anbieten. Darüber beginnt der Bereich der Kaskaden und der gewerblichen Technik.
Für welche Gebäude
- Unsanierte Einfamilienhäuser über 220 Quadratmeter.
- Zweifamilienhäuser mit gemeinsamer Heizzentrale.
- Kleine Mehrfamilienhäuser mit drei bis vier Wohneinheiten und moderatem Standard.
Das Modulationsproblem
Ein 16-Kilowatt-Gerät moduliert typischerweise bis 4 bis 6 Kilowatt herunter. Ein Haus mit 16 Kilowatt Heizlast braucht aber an mehr als der Hälfte der Heiztage weniger als 6 Kilowatt. Die Folge: Takten in der Übergangszeit, mit allen bekannten Nachteilen. Drei Gegenmittel: ein ausreichend großer Pufferspeicher, der die Laufzeit verlängert; eine Kaskade aus zwei kleineren Geräten, von denen im Frühjahr nur eines läuft; oder die Reduktion der Heizlast durch Dämmung und Heizflächen.
Stromanschluss
Geräte dieser Größe ziehen bei Volllast samt Heizstab schnell 8 bis 12 Kilowatt elektrisch. Das ist mit dem Netzbetreiber abzustimmen — die Anmeldung nach Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes ist ohnehin Pflicht, und je nach Hausanschluss kann eine Verstärkung nötig werden. Klären Sie das früh; Anschlussverstärkungen dauern Wochen bis Monate und kosten je nach Aufwand 1.000 bis 5.000 Euro.
Stromverbrauch
Gebäude dieser Klasse brauchen 32.000 bis 45.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,0 bis 3,6 sind das 9.000 bis 15.000 Kilowattstunden Strom, also 2.250 bis 3.750 Euro bei 25 Cent.
Kaskade als Alternative
Zwei Geräte mit je 8 oder 10 Kilowatt kosten etwas mehr als eines mit 16, decken den Teillastbereich aber deutlich besser ab und bieten Redundanz: Fällt eines aus, bleibt das Haus warm. Bei Mehrfamilienhäusern und Vermietungsobjekten ist das ein Argument, das über die Effizienz hinausgeht.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut meist bei 32.000 bis 48.000 Euro vor Förderung.
