Die Frage nach der Wärmepumpe für 150 Quadratmeter ist verständlich und trotzdem unvollständig gestellt: Die Wohnfläche allein bestimmt die Heizlast nicht einmal ungefähr. Zwischen einem Neubau und einem unsanierten Haus gleicher Größe liegt der Faktor drei.
Die Spanne für 120 bis 150 Quadratmeter
- Neubau nach aktuellem Standard: 25 bis 35 Watt je Quadratmeter, also 4 bis 5 kW Heizlast.
- Saniert, Baujahr ab 1995 oder modernisiert: 45 bis 60 Watt je Quadratmeter, also 6 bis 9 kW.
- Teilsaniert, Baujahr 1970er mit neuen Fenstern: 70 bis 90 Watt je Quadratmeter, also 9 bis 13 kW.
- Unsaniert: 100 bis 140 Watt je Quadratmeter, also 13 bis 20 kW.
Der belastbare Weg
Rechnen Sie mit dem Verbrauch statt mit der Fläche. Gasverbrauch der letzten drei Jahre in Kilowattstunden, geteilt durch 2.000, ergibt die ungefähre Kesselleistung; minus 10 bis 15 Prozent Kesselverluste ergibt die Heizlast. Bei 18.000 Kilowattstunden Gas sind das rund 8 Kilowatt. Diese Zahl ist deutlich näher an der Wahrheit als jede Flächenformel.
Was der Betrieb kostet
Ein saniertes Haus mit 150 Quadratmetern braucht 12.000 bis 18.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 sind das 3.400 bis 5.100 Kilowattstunden Strom — 850 bis 1.300 Euro bei 25 Cent im Wärmepumpentarif. Ein unsaniertes Haus derselben Größe kommt auf 25.000 Kilowattstunden Wärme und bei einer Arbeitszahl von 3,0 auf 8.300 Kilowattstunden Strom, also über 2.000 Euro.
Warmwasser nicht vergessen
Auf die Heizwärme kommen für vier Personen rund 2.500 bis 3.200 Kilowattstunden für Warmwasser. Das sind bei einer Arbeitszahl von 2,8 im Warmwasserbetrieb noch einmal etwa 1.000 Kilowattstunden Strom im Jahr.
Preisrahmen
Für ein Haus dieser Größe liegen komplette Anlagen eingebaut meist bei 24.000 bis 36.000 Euro vor Förderung, nach Förderung häufig bei 10.000 bis 18.000 Euro.
