Zwölf Kilowatt ist eine Größe, die in vielen Angeboten steht und in weniger Häusern gebraucht wird. Sie gehört in unsanierte Gebäude, große Wohnflächen und Zweifamilienhäuser — nicht in ein gedämmtes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern.
Wann die Klasse richtig ist
- Unsanierte Häuser aus den fünfziger bis siebziger Jahren mit 180 bis 220 Quadratmetern.
- Zweifamilienhäuser mit gemeinsamer Heizung.
- Gebäude mit hohen Deckenhöhen, Fachwerk oder ungedämmten Außenwänden.
Der Test vor der Bestellung
Nehmen Sie den Gasverbrauch der letzten drei Jahre. 30.000 Kilowattstunden geteilt durch 2.000 Vollbenutzungsstunden ergeben 15 Kilowatt Wärmeleistung des Kessels — davon 10 bis 15 Prozent Kesselverluste abgezogen bleiben etwa 13. In diesem Fall passt die 12er. Kommen Sie dagegen auf 8 oder 9, ist die 12er zu groß, und der Aufpreis wird über Jahre mit Takten und schlechterer Arbeitszahl bezahlt.
Leistung bei Frost und Modulation
Bei minus sieben Grad und 55 Grad Vorlauf bleiben von 12 Kilowatt oft nur 8 bis 10 übrig. Gleichzeitig braucht dasselbe Haus im Oktober vielleicht 3 Kilowatt. Ein Gerät, das nur bis 4 Kilowatt heruntermoduliert, taktet dann. Fragen Sie deshalb nach zwei Zahlen: maximale Leistung bei Auslegungstemperatur und minimale Leistung im Teillastbetrieb.
Stromverbrauch
Häuser dieser Klasse brauchen 24.000 bis 32.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,0 bis 3,5 — im unsanierten Bestand realistisch — sind das 7.000 bis 10.500 Kilowattstunden Strom, also 1.750 bis 2.600 Euro bei 25 Cent.
Die Alternative, die selten geprüft wird
Bevor Sie 12 Kilowatt kaufen: Was kostet es, die Vorlauftemperatur von 60 auf 50 Grad zu senken? Meist drei bis fünf größere Heizkörper für 1.500 bis 3.500 Euro. Danach reicht oft ein 10-Kilowatt-Gerät, und die Arbeitszahl steigt um ein Viertel. Diese Rechnung gehört in jedes Angebot für den unsanierten Bestand.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut meist bei 27.000 bis 40.000 Euro vor Förderung.
