Vitocal 200-S und 222-S sind die Split-Baureihe von Viessmann: Außeneinheit mit Verdichter und Verdampfer, Kältemittelleitung ins Haus, dort das Innenmodul. Als Kältemittel kommt R32 zum Einsatz.
Der Unterschied zwischen 200-S und 222-S
Die 200-S hat ein wandhängendes Innenmodul; der Warmwasserspeicher wird separat aufgestellt. Die 222-S vereint Innenmodul und Speicher in einem Standgerät. Technisch — Kältekreis, Leistungsklassen, Regelung — sind beide gleich; die Wahl ist eine Platz- und Preisfrage.
Split oder Monoblock
- Split spart Platz außen und arbeitet ohne wassergefüllte Leitung ins Freie, kann also nicht einfrieren.
- Split braucht einen Kälteschein beim ausführenden Betrieb und eine dichte, druckgeprüfte Kältemittelleitung.
- Monoblock hat alles außen und im Haus nur Heizungswasser — dafür braucht die Leitung Frostschutz oder eine Entleerungsautomatik.
- R32 gegen Propan: R32 hat ein Treibhauspotenzial von rund 675, Propan von 3. Bei Füllmengen im Einfamilienhaus ist R32 derzeit regulatorisch unproblematisch, die europäischen Grenzwerte werden aber schrittweise verschärft.
Vorlauftemperatur und Stromverbrauch
Die Split-Reihe erreicht niedrigere Vorlauftemperaturen als die Propangeräte der 250er-Reihe. In einem Haus mit Fußbodenheizung oder ausgelegten Niedertemperatur-Heizkörpern ist das kein Nachteil — dort fährt die Anlage ohnehin mit 35 bis 45 Grad und erreicht Arbeitszahlen um 4. In einem unsanierten Altbau mit 65 Grad Bedarf ist sie die falsche Maschine.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut meist bei 22.000 bis 34.000 Euro vor Förderung — einige tausend Euro unter einer vergleichbaren 250-A. Der Preisunterschied ist der eigentliche Grund, aus dem die Split-Geräte weiter angeboten werden.
Fazit
Sinnvoll im Neubau und im sanierten Bestand mit niedriger Systemtemperatur. Im unsanierten Altbau kaufen Sie mit dem Preisvorteil ein Effizienzproblem ein.
