geoTHERM ist Vaillants Baureihe für erdgekoppelte Wärmepumpen. Sie kommt seltener zum Einsatz als die aroTHERM plus, liefert aber die deutlich besseren Arbeitszahlen — vorausgesetzt, das Grundstück gibt eine Quelle her.
Die Baureihen
- geoTHERM — Sole-Wasser-Wärmepumpen für Erdsonde und Flächenkollektor, in mehreren Leistungsklassen.
- geoTHERM plus VWS — Ausführung mit integriertem Warmwasserspeicher, zum Beispiel die Typen der Baureihe VWS 102/2 und größer.
- flexoTHERM — das flexible Systemgerät, das sich je nach Quellenmodul mit Sole, Wasser oder Luft betreiben lässt.
Die Auslegung — und das Werkzeug dazu
Vaillant stellt Fachbetrieben eine Schnellauslegung zur Verfügung, mit der sich Gerätegröße, Sondenlänge und Speicher grob bestimmen lassen. Das ist ein Vorplanungswerkzeug, kein Ersatz für zwei Dinge: die Heizlastberechnung nach Norm und das geologische Gutachten für die Sonde. Wenn ein Angebot allein auf einer Schnellauslegung beruht, fehlt die belastbare Grundlage.
Was die Quelle verlangt
Für eine Erdsonde brauchen Sie die wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde. In Wasserschutzgebieten und in Regionen mit gespannten Grundwasserleitern wird sie regelmäßig versagt. Ein Flächenkollektor braucht keine Bohrung, dafür Fläche: als grobe Regel das Anderthalb- bis Zweifache der beheizten Wohnfläche, unversiegelt und nicht überbaut.
Was es bringt
Jahresarbeitszahlen von 4,3 bis 5,0 gegenüber 3,0 bis 3,8 bei Luft-Wasser-Geräten im Bestand. Bei 18.000 Kilowattstunden Wärmebedarf sind das 1.000 bis 1.400 Kilowattstunden Strom weniger im Jahr. Dazu kommt: kein Außengerät, kein Schall an der Grundstücksgrenze, keine Abtauverluste.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen mit Bohrung meist bei 36.000 bis 56.000 Euro vor Förderung, mit Flächenkollektor bei 30.000 bis 45.000 Euro.
