Die Wärmepumpe
Magazin
Speicher & Netz

Vaillant aroSTOR: Brauchwasserwärmepumpe mit 200 oder 270 Litern

Die aroSTOR VWL BM 200/5 und 270/5 macht Warmwasser aus Umgebungsluft. Speichergrößen, Aufstellbedingungen, Solaranbindung, Stromverbrauch und Preise — plus die typischen Planungsfehler.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Hydraulischer Anschluss einer Wärmepumpe im Heizungsraum
Hydraulischer Anschluss einer Wärmepumpe im Heizungsraum

Die aroSTOR ist Vaillants Brauchwasserwärmepumpe: ein Warmwasserspeicher mit aufgesetztem Kältekreis, der Umgebungsluft als Wärmequelle nutzt. Die verbreiteten Typen sind VWL BM 200/5 und VWL BM 270/5, die Zahl steht für das Speichervolumen in Litern.

Die Varianten

  • VWL B — die Grundausführung ohne zusätzlichen Wärmeübertrager.
  • VWL BM — mit zusätzlichem Wärmetauscher, an den sich Solarthermie oder ein vorhandener Kessel anschließen lässt.
  • Beide Größen gibt es für den Betrieb mit Raumluft oder mit Kanalanschluss nach außen.

Wann sich das Gerät rechnet

Am deutlichsten in drei Fällen: neben einer Photovoltaikanlage, deren Überschuss sonst für wenige Cent eingespeist würde; als Ersatz für einen elektrischen Warmwasserspeicher; und im Sommerbetrieb, wenn ein Gaskessel sonst nur für Warmwasser läuft und dabei auf schlechte Nutzungsgrade kommt. Für einen Vierpersonenhaushalt sinkt der Strombedarf für Warmwasser von etwa 2.800 auf 900 bis 1.100 Kilowattstunden im Jahr.

Die drei häufigen Planungsfehler

  • Zu kleiner Aufstellraum. Unter etwa 20 Kubikmetern Raumvolumen kühlt das Gerät sich selbst die Quelle weg. Dann braucht es Luftkanäle.
  • Kein Kondensatablauf. Das Gerät entfeuchtet die Luft; das Wasser muss weg.
  • Zu hohe Solltemperatur. 50 bis 52 Grad reichen für den Alltag. Wer 60 einstellt, zwingt die elektrische Nachheizung dauerhaft in den Betrieb.

Warmwasser und Photovoltaik

Die aroSTOR lässt sich über einen Kontakt so ansteuern, dass sie bei Solarüberschuss aufheizt. Damit wird der Speicher zum günstigsten Stromspeicher im Haus: 270 Liter, die von 20 auf 50 Grad erwärmt werden, nehmen rund 9 Kilowattstunden auf — zu Anschaffungskosten, die weit unter denen einer Batterie liegen.

Preisrahmen

Das Gerät kostet 2.000 bis 3.800 Euro, eingebaut je nach Anschlussaufwand 3.500 bis 6.500 Euro.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

Service

Konkrete Zahlen für Ihr Gebäude?

3 Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region, kostenlos und unverbindlich.

Angebot anfordern