Solvis aus Braunschweig ist ein Sonderfall: Das Unternehmen hat sich vom Solarthermie- und Speicherhersteller zum Wärmepumpenanbieter entwickelt — und denkt deshalb vom Speicher her, nicht vom Wärmeerzeuger.
Das Konzept
- SolvisLea — die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Propan als Kältemittel, invertergeregelt.
- SolvisMax — der zentrale Schichtenspeicher, in den Wärmepumpe, Solarthermie, Kaminanschluss und Warmwasser einlaufen.
- SolvisControl — die Regelung, die alle Wärmequellen im Speicher koordiniert.
Warum der Speicher im Mittelpunkt steht
Das Trinkwasser wird bei diesem Konzept nicht in einem Speicher bevorratet, sondern im Durchfluss über einen Wärmeübertrager erwärmt. Das erspart die Legionellenschaltung mit ihren regelmäßigen Aufheizungen auf 60 Grad — bei einer Wärmepumpe der Betriebszustand mit der schlechtesten Arbeitszahl. Zweitens lassen sich mehrere Wärmequellen sauber schichten: Solarthermie oben, Wärmepumpe in der Mitte, Kaminwassertasche unten.
Für wen sich das rechnet
Für Haushalte mit mehreren Wärmequellen — Solarthermie, wasserführender Kamin, vorhandener Kessel — ist das Konzept schlüssig und spart im Betrieb. Für ein Haus mit einer Wärmepumpe und sonst nichts ist es Aufwand ohne Gegenwert: Ein einfacher Speicher tut es dann auch, und der Systempreis liegt deutlich niedriger.
Preisrahmen
Komplette Anlagen mit SolvisLea und SolvisMax liegen eingebaut meist bei 32.000 bis 48.000 Euro vor Förderung. Der Speicher macht davon einen erheblichen Anteil aus.
Was zu prüfen ist
Der SolvisMax braucht Höhe im Aufstellraum — messen Sie die Kellerdecke und die Türöffnung, bevor bestellt wird. Und klären Sie, welcher Betrieb in Ihrer Region die Regelung beherrscht; sie kann viel, aber sie will eingestellt werden.
