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Solarstrom

Heizstab mit Solarstrom oder Wärmepumpe: die Rechnung im Vergleich

Ein PV-Heizstab kostet wenige hundert Euro, eine Wärmepumpe zehntausende. Warum der Vergleich trotzdem eindeutig ausfällt, wofür der Heizstab sinnvoll ist und wo beide zusammenpassen.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Einfamilienhaus mit Wärmepumpe als Heizung
Einfamilienhaus mit Wärmepumpe als Heizung

Ein Heizstab im Warmwasserspeicher, angesteuert vom Wechselrichter, verwandelt überschüssigen Solarstrom in Wärme. Er kostet 300 bis 900 Euro und ist in einem halben Tag installiert. Die Frage, ob er eine Wärmepumpe ersetzen kann, ist trotzdem schnell beantwortet.

Der Faktor drei bis vier

Ein Heizstab macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Eine Wärmepumpe macht daraus drei bis vier. Für die Warmwasserbereitung eines Vierpersonenhaushalts mit 2.800 Kilowattstunden Wärmebedarf heißt das: Heizstab 2.800 Kilowattstunden Strom, Brauchwasserwärmepumpe 900 bis 1.100.

Warum der Heizstab trotzdem sinnvoll sein kann

Weil der Strom, den er nutzt, sonst für wenige Cent eingespeist würde. Wenn eine Photovoltaikanlage im Sommer 20 Kilowattstunden Überschuss am Tag produziert und der Speicher voll ist, ist die Alternative nicht die effiziente Nutzung, sondern die Einspeisung. In diesem Fall ist auch eine ineffiziente Nutzung besser als keine.

Die Rechnung im Sommer

Ein Heizstab, der ausschließlich mit Überschussstrom läuft, ersetzt Wärme, die sonst aus dem Kessel oder der Wärmepumpe käme. Bei 800 Kilowattstunden Überschussnutzung im Sommerhalbjahr spart er gegenüber einer Gastherme rund 100 Euro im Jahr, gegenüber einer Wärmepumpe rund 60 Euro. Bei 500 Euro Anschaffungskosten amortisiert er sich in fünf bis acht Jahren.

Wo er falsch eingesetzt wird

  • Als Heizung im Winter. Dann läuft er mit Netzstrom, weil die PV-Anlage kaum liefert. Das ist die teuerste Wärme im ganzen Haus.
  • Als Ersatz für die Wärmepumpe. Die Investitionsersparnis wird in wenigen Jahren durch die Stromkosten aufgezehrt.
  • Mit fester Zeitschaltung. Ein Heizstab ohne Überschussregelung zieht Netzstrom, sobald die Uhr es sagt.

Die richtige Kombination

Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser, Heizstab als Überschussverwerter im Sommer. Der Wechselrichter oder ein Energiemanager schaltet den Heizstab nur bei tatsächlichem Überschuss zu und moduliert idealerweise stufenlos. Damit wird der Warmwasserspeicher zum günstigsten Stromspeicher im Haus — und die Wärmepumpe bleibt in den Monaten aus, in denen sie ineffizient nur für Warmwasser takten würde.

Was er kosten darf

Heizstab mit Regelung und Einbau: 500 bis 1.200 Euro. Alles darüber lohnt sich gegenüber der Einspeisevergütung nur bei sehr hohem Überschuss.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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