Panasonic baut Wärmepumpen in Tschechien für den europäischen Markt und hat mit der Aquarea-Reihe seit Jahren einen guten Ruf bei den Messwerten. In Feldtests und Verbrauchsdatenbanken tauchen Aquarea-Anlagen regelmäßig im oberen Drittel der Arbeitszahlen auf.
Die Reihe
- Aquarea Serie J und K — die aktuellen Luft-Wasser-Geräte, wahlweise als Monoblock oder Split, in den kleineren Größen mit R32, in neueren Ausführungen mit Propan.
- Aquarea T-CAP — die Ausführung, die ihre Nennleistung bis etwa minus 20 Grad hält, statt sie mit fallender Außentemperatur zu verlieren.
- Aquarea EcoFlex — Kombigerät, das Heizen, Kühlen und Warmwasser zusammenführt, gedacht für Gebäude mit gleichzeitigem Wärme- und Kältebedarf.
- Aquarea LT und HT — Nieder- und Hochtemperaturvarianten, letztere für Bestandsheizkörper.
Was T-CAP wirklich bringt
Normale Luft-Wasser-Geräte verlieren mit sinkender Außentemperatur Leistung — genau dann, wenn das Haus am meisten braucht. Deshalb wird die Lücke üblicherweise mit einem Heizstab geschlossen, der mit einer Arbeitszahl von 1 arbeitet. T-CAP hält die Leistung nahezu konstant und macht den Heizstab an kalten Tagen überflüssig. In kalten Regionen und bei knapper Auslegung sind das über den Winter mehrere hundert Kilowattstunden Unterschied. In milden Lagen ist der Aufpreis oft nicht nötig.
Warum die Geräte in der Selbstbauszene beliebt sind
Die kleineren Monoblocks — in Foren nach ihrer Typenkennung oft Geisha genannt — sind vergleichsweise günstig zu bekommen, gut dokumentiert und lassen sich über offene Schnittstellen auslesen und steuern. Für die Installation gilt trotzdem: Elektroanschluss und Inbetriebnahme gehören in Fachhände, und ohne Fachunternehmererklärung gibt es keine Förderung.
Preisrahmen
Das Gerät allein liegt je nach Größe bei 5.000 bis 12.000 Euro. Eingebaut mit Speicher und Hydraulik landen komplette Anlagen meist bei 22.000 bis 33.000 Euro vor Förderung — Panasonic ist damit spürbar günstiger als die deutschen Premiummarken.
Was zu prüfen ist
Das Servicenetz ist dünner als bei Vaillant oder Bosch. Klären Sie vor dem Kauf, welcher Betrieb in Ihrer Nähe die Anlage im Störfall betreut — nicht, wer sie einbaut, sondern wer in fünf Jahren den Verdichter tauscht.
