Nilan aus Hedensted in Dänemark baut Kompaktgeräte, die zwei Dinge zusammenführen: eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Wärmepumpe, die der Abluft die Restwärme entzieht. Der Ansatz stammt aus dem dänischen Niedrigenergiehausbau.
Wie das Prinzip funktioniert
Die Anlage saugt verbrauchte Luft aus Bad, Küche und WC ab und führt die Wärme über einen Gegenstromwärmeübertrager an die Zuluft zurück — das allein deckt 70 bis 90 Prozent der Lüftungswärmeverluste. Was danach noch in der Abluft steckt, holt die Wärmepumpe heraus und schiebt es in den Warmwasserspeicher oder den Heizkreis.
Für welche Gebäude das passt
Der begrenzende Faktor ist die Luftmenge. Ein Einfamilienhaus tauscht in der Stunde vielleicht 150 bis 250 Kubikmeter Luft; darin steckt nur eine begrenzte Wärmemenge. Kompaktgeräte dieser Bauart liefern deshalb typischerweise zwei bis vier Kilowatt Heizleistung. Das reicht für ein sehr gut gedämmtes Gebäude im Passivhaus- oder KfW-40-Standard — nicht für einen unsanierten Altbau. Wer mehr braucht, koppelt zusätzlich eine Außenluft- oder Erdwärmequelle an.
Das Programm
- Compact-Reihe — Lüftung, Wärmerückgewinnung, Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung in einem Schrank.
- Combi-Geräte — Kompaktgerät mit zusätzlicher Luft-Wasser-Wärmepumpe für höhere Heizlasten.
- Reine Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung.
Was zu prüfen ist
Das Gerät setzt ein dichtes Gebäude und ein geplantes Kanalnetz voraus. Eine nachträgliche Installation im Bestand ist möglich, aber baulich aufwendig. Zweitens: Filter müssen zwei- bis viermal im Jahr gewechselt werden — das ist Betriebskosten und Pflicht, keine Empfehlung.
Preisrahmen
Kompaktgeräte liegen bei 12.000 bis 22.000 Euro, mit Kanalnetz und Montage im Neubau meist 18.000 bis 30.000 Euro.
