Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Niedertemperatur-Heizkörper: die Alternative zur Fußbodenheizung

Größere Heizkörper machen die Wärmepumpe im Altbau effizient, ohne den Boden aufzureißen. Wie die Auslegung funktioniert, welche Bauformen es gibt, was sie kosten und wo die Grenzen liegen.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Wartung einer Wärmepumpe durch einen Fachbetrieb
Wartung einer Wärmepumpe durch einen Fachbetrieb

Der häufigste Satz gegen die Wärmepumpe im Altbau lautet: Ohne Fußbodenheizung geht das nicht. Er stimmt nicht. Was zählt, ist die Fläche, über die Wärme abgegeben wird — und die lässt sich auch mit Heizkörpern erreichen.

Die Physik dahinter

Ein Heizkörper gibt Wärme etwa proportional zur Übertemperatur gegenüber dem Raum ab, mit einem Exponenten um 1,3. Wer die Vorlauftemperatur von 70 auf 45 Grad senkt, hat statt 50 Kelvin nur noch 25 Kelvin Übertemperatur — die Leistung fällt auf rund 40 Prozent. Um sie zurückzuholen, muss der Heizkörper etwa zweieinhalbmal so groß werden.

Die Bauformen

  • Mehrlagige Plattenheizkörper (Typ 22, 33): Bei gleicher Ansichtsfläche zwei bis drei Konvektorbleche mehr — die einfachste und günstigste Lösung, oft ohne Änderung der Anschlüsse.
  • Niedertemperatur-Heizkörper mit vergrößerter Fläche: tiefere Bauformen, die die Nische ausnutzen.
  • Wärmepumpenheizkörper mit Gebläse: ersetzen Fläche durch Luftbewegung, liefern auch bei 35 Grad volle Leistung. Brauchen Strom und sind hörbar.
  • Flächenheizkörper und Wandheizung: arbeiten mit sehr niedrigen Temperaturen, verlangen aber Wandfläche ohne Möbel.

Die richtige Reihenfolge

  1. Raumweise Heizlast berechnen lassen.
  2. Absenkversuch mit dem alten Kessel: Bei 50 Grad Vorlauf an einem kalten Tag prüfen, welche Räume nicht warm werden.
  3. Nur diese Räume mit größeren Heizkörpern ausstatten. In den meisten Häusern sind das drei bis fünf, nicht alle.
  4. Hydraulischen Abgleich nach dem Tausch neu rechnen.

Kosten

Ein größerer Plattenheizkörper kostet inklusive Montage 400 bis 900 Euro, ein Wärmepumpenheizkörper mit Gebläse 700 bis 1.400 Euro. Fünf Heizkörper zu tauschen liegt damit bei 2.000 bis 5.000 Euro — verglichen mit 15.000 bis 25.000 Euro für eine nachträgliche Fußbodenheizung und meist weniger als der Aufpreis auf ein Hochtemperaturgerät.

Was das bringt

Von 60 auf 45 Grad Vorlauf sind rund 35 Prozent bessere Arbeitszahl. Bei 5.500 Kilowattstunden Stromverbrauch spart das etwa 1.900 Kilowattstunden im Jahr, also 450 bis 550 Euro — jedes Jahr, dauerhaft.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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