Nibe führt für Sole und Luft zwei Baureihen, die dieselbe Regelungsphilosophie teilen: lange Laufzeiten bei niedriger Leistung statt häufiger Starts.
Die Geräte
- S1155 — invertergeregelte Sole-Wasser-Wärmepumpe, verbreitete Größen 6, 12, 16 und 25 Kilowatt. Die Schwester S1255 bringt den Warmwasserspeicher mit.
- S2125 — Luft-Wasser-Monoblock, üblich in den Größen 8 und 12 Kilowatt, mit Propan als Kältemittel in der aktuellen Ausführung.
- SMO S40 — die Systemregelung, die beide Gerätefamilien steuert und Puffer, Warmwasser, Zusatzheizung und Solarstrom einbindet.
Was die Baugrößen bedeuten
Bei der S1155 steht die Zahl für die maximale Leistung. Weil das Gerät invertergeregelt ist, moduliert es weit herunter — eine S1155-12 arbeitet auch bei 3 Kilowatt Bedarf sauber. Das ist der Grund, warum bei Nibe eine leicht größere Maschine weniger schadet als bei ungeregelten Geräten. Trotzdem gilt: Die Quelle muss zur Leistung passen. Eine 16-Kilowatt-Maschine an einer für 10 Kilowatt ausgelegten Erdsonde zieht die Sondentemperatur über die Jahre nach unten.
Sole oder Luft — die Rechnung
Bei 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf: Sole mit Jahresarbeitszahl 4,6 braucht rund 4.350 Kilowattstunden Strom, Luft mit 3,5 rund 5.700. Der Unterschied von 1.350 Kilowattstunden entspricht 340 bis 400 Euro im Jahr. Dem stehen 10.000 bis 18.000 Euro Mehrkosten für die Bohrung gegenüber — Amortisation also in etwa 25 bis 40 Jahren, bevor Förderung und Wartungsunterschiede gegengerechnet werden. Sole lohnt sich damit vor allem bei hohem Wärmebedarf, bei Schallproblemen und wenn die Anlage sehr lange laufen soll.
Preisrahmen
Eine S2125-Anlage liegt eingebaut meist bei 26.000 bis 38.000 Euro vor Förderung, eine S1155-Anlage mit Bohrung bei 36.000 bis 55.000 Euro.
