Zwei Firmen tragen denselben Namen: Mitsubishi Electric und Mitsubishi Heavy Industries sind getrennte Konzerne mit getrennten Produkten. Im Wärmepumpenmarkt für Wohngebäude ist in Deutschland vor allem Mitsubishi Electric mit der Ecodan-Reihe präsent.
Die Baureihen
- Ecodan — Luft-Wasser-Wärmepumpen als Split und Monoblock, gängige Größen von 4 bis 14 kW, je nach Baureihe mit R32 oder Propan.
- Ecodan Zubadan — die Ausführung mit Zwischeneinspritzung im Verdichter, die die Nennleistung bis etwa minus 15 Grad hält.
- Hydrobox und Zylinder — die Innenmodule, wahlweise ohne oder mit integriertem Warmwasserspeicher.
Was Zubadan technisch macht
Ein normaler Verdichter verliert mit fallender Verdampfungstemperatur an Fördermenge. Zubadan speist über einen zweiten Einspritzweg zusätzliches Kältemittel im Zwischendruck ein und hält so den Massenstrom aufrecht. Das Ergebnis: Die Anlage liefert bei minus zehn Grad annähernd dieselbe Wärmeleistung wie bei plus sieben — der Heizstab bleibt aus. Bezahlt wird das mit einem höheren Gerätepreis und einer etwas geringeren Effizienz im milden Bereich, in dem die Anlage die meiste Zeit läuft.
Wann sich das lohnt
In kalten Lagen mit vielen Frosttagen, bei Gebäuden mit hoher Heizlast und überall dort, wo ein Elektroheizstab wegen der Anschlussleistung problematisch wäre. In milden Regionen mit Normaußentemperatur um minus zehn Grad fährt eine gut ausgelegte Standardmaschine wirtschaftlicher.
Preisrahmen
Ecodan-Anlagen liegen eingebaut meist bei 23.000 bis 36.000 Euro vor Förderung; die Zubadan-Ausführung kostet je nach Größe 2.000 bis 4.000 Euro mehr als die Standardvariante.
Was zu prüfen ist
Die Split-Ausführungen brauchen einen Betrieb mit Kälteschein. Und wie bei allen Importmarken gilt: Klären Sie den Servicefall vor dem Kauf, nicht danach. Ecodan ist in Deutschland gut eingeführt, das Netz ist aber ungleich verteilt.
