Midea ist einer der größten Klimatechnikkonzerne der Welt und fertigt Wärmepumpen nicht nur unter eigenem Namen, sondern auch für europäische Anbieter, die sie unter ihrer Marke verkaufen. Wer ein sehr günstiges Gerät einer wenig bekannten Marke im Angebot hat, hält möglicherweise eine Midea-Maschine in der Hand.
Das Programm
- M-Thermal — Luft-Wasser-Wärmepumpen als Monoblock und Split, in Leistungsklassen von etwa 4 bis 30 Kilowatt.
- Ausführungen mit R32 und mit Propan, je nach Baureihe und Baujahr.
- Hydraulikmodule und Speicher als Systemkomponenten.
Wie das Qualitätsniveau einzuordnen ist
Die Kältetechnik ist ausgereift — bei den Stückzahlen, die der Konzern fertigt, wäre alles andere überraschend. Die Schwächen liegen woanders: bei der Dokumentation in deutscher Sprache, bei der Regelungslogik, die für den europäischen Heizungsbau nicht immer intuitiv ist, und bei der Ersatzteillogistik. Ein Verdichterschaden im Januar kann bei einem gut vertretenen Hersteller drei Tage und bei einem Importgerät ohne Vertretung drei Wochen bedeuten.
Was zu prüfen ist
- Wer ist der offizielle Vertriebspartner in Deutschland, und gibt es ihn seit mehr als zwei Jahren?
- Wie lange gilt die Gewährleistung, und wer trägt sie — Hersteller, Importeur oder der Installateur?
- Ist die Anlage in der Liste der förderfähigen Wärmepumpen geführt? Ohne Eintrag gibt es keinen Zuschuss.
Preisrahmen
Das Gerät liegt je nach Größe bei 3.000 bis 8.000 Euro. Komplette Anlagen erreichen eingebaut meist 18.000 bis 29.000 Euro vor Förderung — das ist der günstigste Bereich am Markt.
Einordnung
Rechnerisch attraktiv, wenn ein Betrieb vor Ort die Marke betreut und die Förderfähigkeit geklärt ist. Als anonymer Onlinekauf mit Installateursuche im Nachhinein ist es die riskanteste Variante des Heizungstauschs.
