Neun von zehn neu eingebauten Wärmepumpen sind Luft-Wasser-Geräte. Sie brauchen keine Genehmigung, keine Bohrung und keine Fläche im Garten. Die Frage, die im Angebot wirklich zu klären ist, lautet deshalb nicht Luft oder Erde, sondern Monoblock oder Split.
Monoblock
Der gesamte Kältekreis sitzt im Außengerät. Ins Haus geht nur Heizungswasser. Vorteile: Der Kältekreis ist werkseitig gefüllt und dicht, es braucht keinen Kälteschein für die Montage, und die jährliche Dichtheitsprüfung entfällt bei den heute üblichen Propangeräten ohnehin. Nachteil: Die wasserführenden Leitungen liegen im Freien und müssen frostsicher geführt oder mit Frostschutz betrieben werden.
Split
Der Verdichter oder der Verflüssiger sitzt im Innengerät, verbunden über Kältemittelleitungen. Vorteile: kein Frostrisiko in der Verbindung, oft etwas leiser außen, meist günstiger im Einkauf. Nachteile: Die Montage darf nur mit Sachkundenachweis erfolgen, der Kältekreis wird vor Ort hergestellt, und je nach Füllmenge und Kältemittel gelten Prüf- und Aufstellpflichten.
Innenaufstellung als dritter Weg
Bei der Innenaufstellung steht das komplette Gerät im Keller, die Luft wird über zwei Kanäle durch die Kellerwand geführt. Das ist die Lösung für enge Grundstücke, denkmalgeschützte Fassaden und Reihenhäuser mit Nachbarschaftskonflikt. Der Preis dafür: Platzbedarf von etwa zwei Quadratmetern, Kanaldurchbrüche mit rund 40 bis 60 Zentimeter Durchmesser, eine sichere Kondensatableitung und Körperschallentkopplung. Bei Propangeräten sind zusätzlich Anforderungen an den Aufstellraum zu beachten.
Was wirklich über den Verbrauch entscheidet
Weder Bauform noch Hersteller. Es sind Auslegung, Vorlauftemperatur, Regelung und Hydraulik. Ein Splitgerät und ein Monoblock desselben Leistungsbereichs unterscheiden sich in der Praxis um wenige Prozent — ein taktendes, zu groß gewähltes Gerät verbraucht dagegen zweistellig mehr.
Die Entscheidungshilfe
- Kein Platz im Keller, Betrieb mit Propan gewünscht, Wartung soll einfach bleiben: Monoblock.
- Lange Leitungswege zum Aufstellort, Frostrisiko oder sehr enge Schallvorgaben: Split.
- Fassade tabu, Grundstück knapp, Nachbar nah: Innenaufstellung — mit Fachplanung, nicht nebenbei.
Was im Angebot stehen muss
Typbezeichnung, Kältemittel, Schallleistungspegel bei Nennbetrieb und im Nachtmodus, Leistung bei minus sieben Grad Außentemperatur und der geplanten Vorlauftemperatur — nicht nur die Nennleistung bei plus sieben Grad. Diese eine Verschiebung im Datenblatt erklärt die meisten Enttäuschungen im Januar.
