Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Kondensat bei der Wärmepumpe: wohin mit dem Tauwasser

Ein Außengerät produziert im Winter mehrere Liter Kondensat pro Stunde. Welche Ableitung zulässig ist, wie Vereisung verhindert wird, was Kondensatwanne und Heizband kosten.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Beratungsgespräch zur Wärmepumpe im Eigenheim
Beratungsgespräch zur Wärmepumpe im Eigenheim

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme. Dabei kondensiert die Luftfeuchtigkeit am Verdampfer und läuft als Tauwasser ab — an einem feuchten Tag bei null Grad können das über den Tag 20 bis 50 Liter sein. Das muss weg, und zwar so, dass es nicht gefriert.

Die drei zulässigen Wege

  • Versickerung im Kiesbett. Der Normalfall: unter dem Gerät eine Kiespackung von mindestens 50 Zentimetern Tiefe, frostfrei gegründet. Voraussetzung ist ein versickerungsfähiger Boden.
  • Anschluss an die Grundstücksentwässerung. Über eine frostsicher verlegte Leitung mit Geruchsverschluss. Bei Anschluss ans öffentliche Netz ist die kommunale Satzung zu beachten — manche Gemeinden verlangen eine Anzeige.
  • Sickerschacht. Wenn der Boden schlecht versickert, ein Schacht mit Kies und ausreichendem Volumen.

Die Vereisungsfalle

Kondensat, das nicht abläuft, gefriert unter dem Gerät zu einer Eisplatte. Das ist zunächst ein Rutschrisiko und wird dann zum technischen Problem: Das Eis wächst nach oben, blockiert die Kondensatwanne und schließlich den Verdampfer. Die Anlage geht auf Störung. In der Praxis ist das eine der häufigsten Winterstörungen überhaupt.

Die Gegenmittel

  • Kondensatheizung. Ein Heizband oder eine Heizpatrone in der Kondensatwanne und im ersten Leitungsabschnitt. Sie zieht 20 bis 60 Watt und läuft nur bei Frost. Bei den meisten Herstellern als Zubehör erhältlich und in Regionen mit Dauerfrost keine Option, sondern Pflicht.
  • Ausreichend dimensioniertes Kiesbett. 50 Zentimeter sind das Minimum, 80 sind sicherer.
  • Gefälle in der Ableitung. Jede Senke in der Leitung ist ein Eispfropfen in spe.

Was im Angebot stehen muss

Prüfen Sie auf die Positionen Kondensatableitung und Frostschutz. Ein Angebot, das das Außengerät ohne Kondensatkonzept aufstellt, verlagert ein bekanntes Problem in den nächsten Winter — und die Nachrüstung kostet ein Vielfaches.

Kosten

  • Kiesbett mit Aushub: 200 bis 600 Euro
  • Kondensatleitung mit Anschluss: 300 bis 900 Euro
  • Heizband oder Heizpatrone: 80 bis 350 Euro
  • Sickerschacht: 600 bis 1.800 Euro

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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