Wer Heizungspuffer und Warmwasserspeicher nicht zweimal aufstellen will, landet beim Kombispeicher. Wer mehrere Wärmequellen hat, beim Schichtenspeicher. Die Begriffe überschneiden sich, die Technik dahinter unterscheidet sich.
Kombispeicher
Ein großer Behälter mit Heizungswasser, in dem ein kleinerer Trinkwasserbehälter oder ein Wellrohr-Wärmeübertrager steckt. Die Wärmepumpe lädt das Heizungswasser, das Trinkwasser wird darin miterwärmt. Vorteil: eine Aufstellfläche statt zwei, weniger Verrohrung. Nachteil: Der ganze Speicher muss auf Warmwassertemperatur gehalten werden, also 50 Grad statt der 35, die die Fußbodenheizung bräuchte. Das kostet Arbeitszahl und Bereitschaftsverluste.
Schichtenspeicher
Hier wird die natürliche Temperaturschichtung im Wasser genutzt und durch Einströmvorrichtungen stabilisiert: oben 50 Grad für Warmwasser, in der Mitte 40 für den Heizkreis, unten 25 als Rücklaufzone. Jede Wärmequelle speist in der Höhe ein, die zu ihrer Temperatur passt. Das funktioniert gut — solange die Einströmung nicht verwirbelt. Eine zu schnell laufende Ladepumpe zerstört die Schichtung innerhalb von Minuten.
Frischwasserstation als dritter Weg
Statt Trinkwasser zu bevorraten, wird es im Durchfluss über einen Plattenwärmeübertrager erwärmt. Vorteile: kein stehendes Trinkwasser, damit kein Legionellenthema, kleinere Speichertemperaturen möglich. Nachteil: Die Station braucht in dem Moment, in dem geduscht wird, hohe Leistung aus dem Puffer — der Speicher muss entsprechend groß und heiß genug sein.
Wann sich was lohnt
- Eine Wärmepumpe, ein Heizkreis, normaler Warmwasserbedarf: getrennte Speicher, kleiner Reihenpuffer. Am günstigsten und am effizientesten.
- Mehrere Wärmequellen (Solarthermie, Kamin, Kessel): Schichtenspeicher, gegebenenfalls mit Frischwasserstation.
- Sehr wenig Platz: Kombispeicher, mit dem Wissen, dass er ein paar Prozent Effizienz kostet.
- Mehrfamilienhaus: Puffer plus Frischwasserstation, wegen der Trinkwasserhygiene.
Preisrahmen
Kombispeicher mit 500 bis 800 Litern kosten 1.500 bis 3.500 Euro. Schichtenspeicher mit Einströmtechnik 2.000 bis 5.000 Euro. Eine Frischwasserstation liegt bei 1.200 bis 3.000 Euro.
