Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Mit der Klimaanlage heizen: wann das eine echte Alternative ist

Ein Splitklimagerät ist technisch eine Luft-Luft-Wärmepumpe und heizt effizient. Was es kann, was ihm fehlt, wie es um Förderung und Gebäudeenergiegesetz steht und für welche Fälle es taugt.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Wärmepumpe zur Beheizung eines Schwimmbads
Wärmepumpe zur Beheizung eines Schwimmbads

Ein Splitklimagerät mit Heizfunktion ist keine Notlösung, sondern technisch eine Luft-Luft-Wärmepumpe: derselbe Kreisprozess, dieselben Arbeitszahlen, nur wird die Wärme an Luft statt an Wasser abgegeben. Die Frage ist nicht, ob das funktioniert, sondern wofür.

Was es leistet

Moderne Splitgeräte erreichen im Heizbetrieb Arbeitszahlen von 3,5 bis 4,5 — in vielen Fällen besser als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, weil kein Wasserkreis und keine Vorlauftemperatur dazwischenliegen. Ein Innengerät mit 3,5 Kilowatt heizt einen Wohnbereich von 40 bis 60 Quadratmetern, und die Wärme ist innerhalb von Minuten da.

Was fehlt

  • Warmwasser. Ein Klimagerät macht keines. Das muss separat gelöst werden — meist über eine Brauchwasserwärmepumpe oder einen elektrischen Speicher.
  • Wärmeverteilung. Jeder Raum braucht ein eigenes Innengerät oder es wird nur der Hauptwohnbereich beheizt. Schlafzimmer und Bad bleiben außen vor.
  • Geräusch im Raum. Innengeräte sind hörbar, im Schlafzimmer stört das viele.
  • Luftbewegung. Warme Luft von oben empfinden manche als unangenehm; Strahlungswärme aus Flächen ist behaglicher.

Förderung und Gebäudeenergiegesetz

Luft-Luft-Wärmepumpen sind grundsätzlich als Erfüllungsoption vorgesehen, die Förderfähigkeit ist aber deutlich enger gefasst als bei Luft-Wasser-Geräten und an technische Nachweise geknüpft. Wer die Maßnahme fördern lassen will, muss das vorab klären — nicht nach dem Kauf.

Für welche Fälle es taugt

  • Kleine Wohnungen mit ein bis zwei Räumen und getrennter Warmwasserlösung.
  • Ergänzung in einzelnen Räumen, die eine bestehende Anlage nicht warm bekommt.
  • Ferienhäuser und selten genutzte Gebäude — schnell warm, kein Frostschutzaufwand im Wasserkreis.
  • Häuser, in denen ohnehin gekühlt werden soll: dann ist die Heizfunktion ein Zusatznutzen ohne Mehrkosten.

Für welche nicht

Als Ersatz für eine Zentralheizung in einem Einfamilienhaus mit sechs Räumen. Dann bräuchte es sechs Innengeräte, die Warmwasserfrage bleibt offen, und in der Summe ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe billiger und komfortabler.

Kosten

Ein Multisplit-System mit drei Innengeräten kostet eingebaut 7.000 bis 14.000 Euro. Ein einzelnes Splitgerät 2.500 bis 5.000 Euro. Eine Brauchwasserwärmepumpe für das Warmwasser kommt mit 3.500 bis 6.500 Euro dazu.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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