Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Hybrid: Wärmepumpe neben der Gasheizung

Kleine Wärmepumpe, vorhandener Kessel als Spitzenlast: Wie die Kombination geregelt wird, was sie kostet, was das GEG dazu sagt und wann sie nur den Umstieg verschiebt.

Redaktion Die Wärmepumpe2 MinutenStand: Sommer 2026
Vergleich verschiedener Wärmepumpenmodelle
Vergleich verschiedener Wärmepumpenmodelle

Eine Hybridheizung koppelt eine Wärmepumpe mit einem zweiten Wärmeerzeuger — meist dem Gas- oder Ölkessel, der ohnehin im Keller steht. Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlast über den größten Teil des Jahres, der Kessel springt an den kältesten Tagen und gegebenenfalls fürs Warmwasser ein.

Warum die Rechnung aufgeht

Die Heizlast eines Gebäudes wird nur an wenigen Tagen im Jahr voll abgerufen. Eine Wärmepumpe, die auf 60 Prozent der Heizlast ausgelegt ist, deckt trotzdem 80 bis 90 Prozent des Jahreswärmebedarfs. Das kleinere Gerät ist günstiger, taktet weniger und braucht keine Hochtemperaturtauglichkeit — die letzten kalten Tage übernimmt der Kessel.

Die Regelung entscheidet

Falsch geregelt läuft der Kessel viel zu oft. Es gibt zwei Umschaltlogiken:

  • Bivalent-alternativ: Unterhalb einer festen Außentemperatur — dem Bivalenzpunkt, typisch minus zwei bis minus fünf Grad — schaltet die Wärmepumpe ab und der Kessel allein übernimmt.
  • Bivalent-parallel: Beide laufen im kalten Bereich gemeinsam. Effizienter, weil die Wärmepumpe länger mitarbeitet.

Die bessere Steuerung entscheidet nicht nach Temperatur, sondern nach Kosten: Sie vergleicht laufend Arbeitszahl und aktuelles Preisverhältnis von Strom zu Gas. Solange eine Kilowattstunde Strom weniger als das Dreieinhalbfache einer Kilowattstunde Gas kostet, ist die Wärmepumpe bei einer Arbeitszahl von 3,5 im Vorteil.

Was es kostet

Eine 5- bis 7-Kilowatt-Wärmepumpe samt Einbindung in die vorhandene Anlage liegt bei 14.000 bis 22.000 Euro. Der Kessel bleibt, was er ist — inklusive Schornsteinfeger, Gasgrundpreis und Wartung. Diese Doppelstruktur ist der eigentliche Nachteil: Zwei Systeme wollen gewartet und irgendwann ersetzt werden.

Was das GEG dazu sagt

Hybridlösungen erfüllen die 65-Prozent-Anforderung, wenn der erneuerbare Anteil rechnerisch nachgewiesen wird — bei einer Wärmepumpe im Verbund also über die Auslegung. Wer nur die Wärmepumpe als Einzelmaßnahme fördern lässt und den Kessel behält, muss die Förderbedingungen genau prüfen: Gefördert wird der Wärmepumpenanteil, nicht die Gasseite.

Wann sie sinnvoll ist — und wann nicht

Sinnvoll bei einem noch jungen, funktionierenden Kessel, bei sehr hohen Vorlauftemperaturen, die eine Monoanlage ineffizient machen, und in großen Gebäuden, in denen die Volllastauslegung teuer würde. Nicht sinnvoll, wenn der Kessel ohnehin am Ende ist: Dann zahlt man doppelte Infrastruktur für ein System, das man in fünf Jahren wieder anfasst.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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