Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Grundwasser-Wärmepumpe: die effizienteste und die aufwendigste

Zwei Brunnen, konstante Quelltemperatur, Arbeitszahlen über fünf — und eine Genehmigung, die an der Wasserqualität hängt. Wann sich Wasser-Wasser lohnt und wann nicht.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Beratungsgespräch zur Wärmepumpe im Eigenheim
Beratungsgespräch zur Wärmepumpe im Eigenheim

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser, das ganzjährig acht bis zwölf Grad hat. Das ist die günstigste denkbare Wärmequelle, und entsprechend liegen die Jahresarbeitszahlen bei 4,5 bis 5,5. Gebaut wird sie trotzdem selten — aus Gründen, die nichts mit der Technik zu tun haben.

Wie sie funktioniert

Es braucht zwei Brunnen: einen Förderbrunnen, der Wasser entnimmt, und einen Schluckbrunnen, der es in dieselbe Grundwasserschicht zurückgibt, in Fließrichtung dahinter und mit ausreichendem Abstand. Über einen Wärmetauscher entzieht die Wärmepumpe dem Wasser etwa drei bis fünf Grad.

Die vier Hürden

  • Wasserrecht. Entnahme und Wiedereinleitung sind erlaubnispflichtig. In Wasserschutzgebieten ist meist Schluss.
  • Wasserqualität. Eisen und Mangan über den Grenzwerten führen zu Verockerung: Der Wärmetauscher setzt sich zu, der Schluckbrunnen verstopft. Eine Wasseranalyse vor der Planung ist Pflicht, kein Extra.
  • Wassermenge. Faustwert rund 200 bis 250 Liter pro Stunde je Kilowatt Heizleistung. Ein Pumpversuch zeigt, ob der Brunnen das dauerhaft hergibt.
  • Wartung. Brunnen sind Bauteile mit Verschleiß. Regeneration und Pumpentausch gehören in die Kostenrechnung.

Kosten

Zwei Brunnen bis etwa 15 Meter Tiefe kosten 6.000 bis 14.000 Euro, tiefere Bohrungen entsprechend mehr. Zusammen mit Gerät und Einbau landet man bei 26.000 bis 40.000 Euro vor Förderung. Gegenüber Luft-Wasser spart der Betrieb bei 15.000 Kilowattstunden Wärmebedarf rund 350 bis 450 Euro im Jahr.

Wann sie sich rechnet

Bei hohem Wärmebedarf, bei mehreren Wohneinheiten, bei gutem und flach anstehendem Grundwasser — und dort, wo ohnehin ein Brunnen existiert, der die Anforderungen erfüllt. Für das durchschnittliche Einfamilienhaus mit 12.000 bis 15.000 Kilowattstunden Bedarf ist der Aufwand meist nicht zu rechtfertigen.

Die Reihenfolge, die Geld spart

Erst die Auskunft der unteren Wasserbehörde zur grundsätzlichen Genehmigungsfähigkeit, dann Probebohrung mit Pumpversuch und Wasseranalyse, dann die Anlagenplanung. Wer diese Reihenfolge umdreht, plant im schlechtesten Fall eine Anlage, die nie genehmigt wird.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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