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Strompreise

Grundversorgung oder Sondervertrag: der teuerste Fehler beim Wärmepumpenstrom

Wer nach dem Einbau nichts tut, landet in der Grundversorgung — dem in der Regel teuersten Tarif. Was der Unterschied ausmacht, wie der Wechsel läuft und worauf beim ersten Vertrag zu achten ist.

Redaktion Die Wärmepumpe1 MinutenStand: Sommer 2026
Montage des Außengeräts einer Wärmepumpe
Montage des Außengeräts einer Wärmepumpe

Wenn eine Wärmepumpe mit eigenem Zähler in Betrieb geht und niemand einen Liefervertrag abschließt, beliefert der örtliche Grundversorger automatisch. Das ist rechtlich sauber und wirtschaftlich fast immer die schlechteste Lösung.

Der Preisunterschied

Zwischen Grundversorgung und einem Sondervertrag für Wärmepumpenstrom liegen typischerweise 4 bis 10 Cent je Kilowattstunde. Bei 5.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch sind das 200 bis 500 Euro — jedes Jahr, für nichts.

Warum es trotzdem so oft passiert

Der Zähler wird beim Einbau gesetzt, die Anlage läuft, und die erste Rechnung kommt nach Monaten. Bis dahin denkt niemand an den Tarif. Setzen Sie sich deshalb den Termin: Sobald der Zählerplatz angemeldet ist, schließen Sie den Liefervertrag ab — nicht später.

Wie der Wechsel läuft

  1. Zählernummer des Wärmepumpenzählers bereithalten.
  2. Tarif mit passender Verbrauchsangabe auswählen; für die Wärmepumpe getrennt vom Haushaltsstrom.
  3. Der neue Anbieter kündigt die Grundversorgung selbst — die Frist beträgt dort in der Regel zwei Wochen.
  4. Zählerstand zum Wechseltermin ablesen und dokumentieren.

Worauf beim ersten Vertrag zu achten ist

  • Verbrauchsschätzung realistisch ansetzen. Im ersten Jahr kennt niemand den echten Wert. Rechnen Sie mit dem Wärmebedarf geteilt durch 3,2 als vorsichtige Annahme — lieber etwas zu hoch, dann kommt am Jahresende eine Gutschrift statt einer Nachzahlung.
  • Laufzeit kurz halten. Zwölf Monate, damit nach dem ersten realen Verbrauchsjahr neu verhandelt werden kann.
  • Keine Vorkassemodelle. Der Preisvorteil wiegt das Insolvenzrisiko nicht auf.
  • Preisgarantie prüfen. Sie sollte den Gesamtpreis umfassen, nicht nur die Beschaffung.

Der zweite Blick nach einem Jahr

Nach der ersten Jahresabrechnung kennen Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch. Erst dann lässt sich der Tarif seriös vergleichen — und meist lohnt sich der Wechsel ein zweites Mal, weil die Verbrauchsangabe jetzt stimmt.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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