Bei einer Monoblock-Wärmepumpe läuft Heizungswasser durch die Leitung zwischen Haus und Außengerät. Fällt bei minus zehn Grad für einige Stunden der Strom aus, kann dieses Wasser gefrieren — und der Verflüssiger im Außengerät ist ein teures Bauteil.
Die drei Konzepte
- Frostschutzmittel im Heizkreis. Glykol-Wasser-Gemisch mit 20 bis 30 Prozent Anteil. Sicher und wartungsarm, kostet aber Leistung: Glykol hat eine geringere Wärmekapazität und höhere Viskosität. Rechnen Sie mit 3 bis 6 Prozent schlechterer Wärmeübertragung und höherem Pumpenstrom.
- Frostschutzventile. Thermisch gesteuerte Ventile, die bei etwa 3 Grad öffnen und das Wasser aus dem Außenbereich ablassen. Funktionieren ohne Strom, verlieren aber das Wasser — die Anlage muss danach nachgefüllt werden.
- Automatische Entleerung mit Auffangbehälter. Bei Stromausfall entleert eine Schwerkraftlösung die Außenleitung in einen Behälter im Haus. Aufwendiger, aber verlustfrei.
Der elektrische Frostschutz — und seine Grenze
Die meisten Geräte haben eine eingebaute Frostschutzfunktion: Sinkt die Wassertemperatur, läuft die Umwälzpumpe an oder eine Heizpatrone schaltet zu. Das funktioniert zuverlässig — solange Strom da ist. Genau der Fall, gegen den man sich absichern will, ist damit nicht abgedeckt. Wer in einer Region mit häufigen Netzausfällen wohnt oder das Haus im Winter mehrere Wochen leer stehen lässt, braucht eine stromlose Lösung.
Was bei Sole-Anlagen gilt
Erdgekoppelte Wärmepumpen fahren im Solekreis ohnehin ein Frostschutzgemisch — üblicherweise Ethylenglykol oder das umweltverträglichere Propylenglykol. Die Konzentration muss stimmen: zu wenig, und der Kreis friert bei Volllast ein; zu viel, und die Pumpenleistung steigt unnötig. Die Frostschutzkonzentration gehört zur jährlichen Wartung.
Was im Angebot stehen muss
Bei jedem Monoblock: die Angabe, welches Frostschutzkonzept vorgesehen ist. Fehlt sie, fehlt entweder das Konzept oder es wurde stillschweigend Glykol eingeplant — was die Effizienzangaben im selben Angebot leicht schönt.
Kosten
- Glykolbefüllung für eine Einfamilienhausanlage: 300 bis 800 Euro, alle 8 bis 10 Jahre zu prüfen und gegebenenfalls zu erneuern
- Frostschutzventile: 150 bis 500 Euro
- Automatische Entleerung: 600 bis 1.800 Euro
