Die Wärmepumpe
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Heizungstausch

Der Einbau: Ablauf, Dauer und was am Tag X passiert

Von der Heizlastberechnung bis zur Inbetriebnahme: die Schritte eines Wärmepumpen-Einbaus, realistische Zeiträume, wann die alte Heizung ausfällt und was man vorbereiten sollte.

Redaktion Die Wärmepumpe2 MinutenStand: Sommer 2026
Wärmepumpe im Winterbetrieb vor einem Wohnhaus
Wärmepumpe im Winterbetrieb vor einem Wohnhaus

Zwischen dem ersten Angebot und der laufenden Wärmepumpe liegen typischerweise drei bis sechs Monate — der eigentliche Einbau dauert davon zwei bis fünf Tage. Wer den Ablauf kennt, plant die Reihenfolge richtig und verliert keine Wochen an Formalien.

Die Schritte in der richtigen Reihenfolge

1. Bestandsaufnahme und Heizlastberechnung. Ein bis zwei Wochen. Ergebnis: Heizlast in Kilowatt, raumweise Heizflächenprüfung, geplante Vorlauftemperatur.

2. Angebote einholen und vergleichen. Zwei bis vier Wochen. Drei Angebote sind die sinnvolle Zahl.

3. Vertrag mit Förderbedingung, dann Förderantrag. Zwingend in dieser Reihenfolge. Bearbeitung je nach Auslastung wenige Tage bis mehrere Wochen.

4. Netzanmeldung durch den Elektrobetrieb. Parallel zum Förderantrag, zwei bis sechs Wochen.

5. Lieferung und Terminierung. Die Lieferzeiten haben sich normalisiert; bei gängigen Geräten sind vier bis zehn Wochen üblich.

6. Einbau. Zwei bis fünf Tage, siehe unten.

7. Inbetriebnahme, Einregulierung, hydraulischer Abgleich, Nachweise. Ein Tag, plus Nachjustierung im ersten Winter.

Der Einbau selbst

  • Tag 1: Alte Anlage außer Betrieb, Heizwasser ablassen, Kessel demontieren und abtransportieren. Ab hier ist das Haus ohne Heizung.
  • Tag 1 bis 2: Fundament oder Konsole für das Außengerät, Kernbohrung durch die Kellerwand, Leitungsführung, Kondensatableitung.
  • Tag 2 bis 3: Innengerät, Speicher, Hydraulik, Pumpengruppe, Dämmung, Befüllung.
  • Tag 3 bis 4: Elektroarbeiten, Zählerplatz, Steuerleitung, Anbindung an die Regelung.
  • Tag 4 bis 5: Inbetriebnahme durch den Hersteller oder den Fachbetrieb, Einstellung der Heizkurve, Abgleich, Einweisung.

Die Wärmelücke

Zwischen Demontage und Inbetriebnahme ist das Haus kalt. Im Sommer irrelevant, im Winter ein Thema: Die meisten Betriebe stellen für die Zeit Elektroheizgeräte oder eine mobile Heizung. Das ist im Angebot zu klären — nachträglich wird es teuer. Der beste Einbautermin liegt zwischen April und September.

Was man vorbereitet

  • Zugang zum Aufstellort freiräumen, Kellerabgang und Zufahrt für das Außengerät prüfen — Geräte wiegen 100 bis 250 Kilogramm.
  • Alte Anlagendokumentation, Grundrisse und den letzten Energieausweis bereitlegen.
  • Bei Öl: Tankentleerung und Entsorgung terminieren, das ist ein eigener Auftrag.
  • Nachbarn über die Aufstellung des Außengeräts informieren, bevor es steht.

Nach der Inbetriebnahme

Die Anlage läuft zunächst mit Werkseinstellungen. Die eigentliche Optimierung — Heizkurve, Warmwasserzeiten, Sperrung des Heizstabs — passiert im ersten Winter. Ein Termin zur Nachjustierung im Januar oder Februar gehört in die Vereinbarung, nicht in die Hoffnung.

Dieser Beitrag ordnet Rechtslage und Marktentwicklung ein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Fördersätze, Fristen und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Veröffentlichungen der zuständigen Stellen zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

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