Die Altherma 4 ist Daikins Antwort auf die europäische Kältemittelverordnung: Statt R32 mit einem Treibhauspotenzial von rund 675 kommt Propan mit einem Wert von 3 zum Einsatz. Technisch ist das mehr als ein Austausch der Füllung — der Kältekreis, die Verdichterauslegung und die Sicherheitstechnik sind andere.
Was sich ändert
- Höhere Vorlauftemperaturen sind mit Propan ohne Kaskade erreichbar. Damit rückt die Reihe in den Bereich, den bisher die HT-Geräte abdeckten.
- Monoblock statt Split. Propan ist brennbar, deshalb bleibt der Kältekreis im Außengerät. Ins Haus geht nur Heizungswasser.
- Sicherheitsabstände. Um das Außengerät ist ein Bereich einzuhalten, in dem keine Öffnungen zu tieferliegenden Räumen liegen dürfen — Kellerschächte, Lichtschächte, Kellerfenster. Propan ist schwerer als Luft und sammelt sich unten.
Der Aufstellort wird zur Planungsfrage
Der Sicherheitsabstand ist der Punkt, an dem Propangeräte in engen Grundstückssituationen scheitern. Ein Lichtschacht 1,5 Meter neben dem geplanten Standort kann bedeuten, dass das Gerät zwei Meter weiter muss — mit längerer Leitung und höheren Kosten. Klären Sie das bei der Begehung, nicht bei der Montage.
Lohnt sich das Warten auf Propan
Wenn ein R32-Gerät zu Ihrem Gebäude passt und der Preis stimmt, ist der Kauf heute unproblematisch: Die Verordnung betrifft Neugeräte, nicht bestehende Anlagen, und Füllmengen im Einfamilienhaus liegen unter den kritischen Grenzen. Wer allerdings ohnehin plant und die Wahl hat, kauft mit Propan ein Gerät, das über die gesamte Nutzungsdauer regulatorisch unauffällig bleibt.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut meist bei 26.000 bis 39.000 Euro vor Förderung.
