Die Altherma 3 H HT ist das Gerät, mit dem Daikin den unsanierten Bestand bedient: eine Split-Wärmepumpe mit R32, die Vorlauftemperaturen um 70 Grad im reinen Wärmepumpenbetrieb erreicht — also ohne dass ein Elektroheizstab zuschaltet.
Die Ausführungen
- Leistungsklassen von etwa 14 bis 18 Kilowatt, verbreitet sind die Größen 14 und 16.
- W-Varianten mit wandhängendem Innenmodul, F-Varianten als Standgerät mit Speicher.
- ECH2O — Ausführung mit drucklosem Schichtenspeicher und Trinkwassererwärmung im Durchfluss, statt eines klassischen Speichers.
Was 70 Grad kosten
Der entscheidende Satz zu jedem Hochtemperaturgerät: Jedes Grad Vorlauf kostet rund zweieinhalb Prozent Arbeitszahl. Von 45 auf 70 Grad ist das über die Hälfte Mehrverbrauch. Konkret bei 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf: bei Arbeitszahl 3,6 sind es 5.500 Kilowattstunden Strom, bei 2,5 sind es 8.000. Der Unterschied liegt bei 600 bis 750 Euro im Jahr.
Der Zwischenweg
Die 70 Grad werden nur an wenigen Tagen im Jahr gebraucht. Wer die Heizkurve so legt, dass die Spitzentemperatur wirklich nur bei Normaußentemperatur erreicht wird und die Anlage im Mittel mit 45 bis 50 Grad fährt, holt einen großen Teil der Effizienz zurück. Das ist eine Einstellungsfrage — und der Grund, warum ein Nachjustieren nach dem ersten Winter zum Angebot gehören sollte.
Wann sie nicht die richtige Wahl ist
Wenn zwei oder drei größere Heizkörper das Problem lösen würden. Der Tausch von drei Heizkörpern kostet 1.500 bis 3.000 Euro einmalig; der Aufpreis auf ein Hochtemperaturgerät kostet ähnlich viel — plus dauerhaft höhere Stromkosten. Lassen Sie vor der Entscheidung die raumweise Heizlast rechnen und prüfen, bei welcher Vorlauftemperatur das Haus tatsächlich warm wird.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut meist bei 27.000 bis 40.000 Euro vor Förderung, die ECH2O-Ausführung 3.000 bis 6.000 Euro darüber.
