Die Brauchwasserwärmepumpe ist die kleinste sinnvolle Maßnahme im Heizungskeller — und in vielen Häusern die mit der kürzesten Amortisationszeit. Sie ersetzt den elektrischen Speicher oder entlastet den Kessel im Sommer.
Wann sich das Nachrüsten besonders lohnt
- Wenn heute ein elektrischer Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer läuft.
- Wenn ein Gas- oder Ölkessel im Sommer allein für Warmwasser brennt und dabei auf Nutzungsgrade unter 60 Prozent fällt.
- Wenn eine Photovoltaikanlage vorhanden ist, deren Überschuss sonst für wenige Cent eingespeist wird.
- Wenn ein feuchter Keller ohnehin entfeuchtet werden soll — das Gerät macht das nebenbei.
Die Voraussetzungen
- Aufstellraum: mindestens rund 20 Kubikmeter Luftvolumen oder Anschluss an Luftkanäle nach außen.
- Kondensatablauf: Das Gerät entzieht der Luft Feuchtigkeit. Ein Bodenablauf oder eine Kondensathebeanlage muss vorhanden sein.
- Elektroanschluss: meist 230 Volt mit eigener Absicherung, bei größeren Geräten Drehstrom.
- Deckenhöhe: Standgeräte mit 300 Litern sind 1,7 bis 2 Meter hoch, dazu Platz für die Anodenkontrolle.
Der Ablauf
Alten Speicher entleeren und ausbauen, neues Gerät stellen, Kalt- und Warmwasser sowie Zirkulation anschließen, Kondensat abführen, elektrisch anschließen, befüllen, Solltemperatur und Zeitfenster einstellen. Ein bis anderthalb Arbeitstage für zwei Personen, wenn nichts Unerwartetes auftaucht.
Förderung
Als reine Warmwasserlösung fällt eine Brauchwasserwärmepumpe nicht unter die Heizungsförderung für den Wärmeerzeugertausch. Sie kann aber im Rahmen von Einzelmaßnahmen an der Anlagentechnik förderfähig sein, teils auch über kommunale Programme. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor Auftragsvergabe — Anträge müssen vor Vertragsabschluss gestellt werden.
Kosten und Ersparnis
Investition 3.000 bis 6.500 Euro eingebaut. Ersparnis gegenüber einem elektrischen Speicher bei vier Personen: 400 bis 600 Euro im Jahr. Amortisation damit in etwa sechs bis zehn Jahren, mit Photovoltaik schneller.
