Bosch staffelt die Compress-Reihe nach Leistung und Ausstattung. Wer ein Angebot mit 5800i, 6800i oder 7400i bekommt, sollte wissen, wo die Unterschiede liegen — sie sind nicht nur eine Frage der Kilowatt.
Die Einordnung
- Compress 5800i AW — der Einstieg, für gut gedämmte Gebäude mit niedriger Systemtemperatur. Günstiger, mit etwas geringerer maximaler Vorlauftemperatur.
- Compress 6800i AW — die Mitte der Reihe, Propan, hohe Vorlauftemperatur, für den typischen Bestandstausch.
- Compress 7400i AW — die größere Leistungsklasse für Häuser mit hoher Heizlast, Zwei- und Mehrfamilienhäuser.
- Compress 7800i LW — kein Luftgerät, sondern die Sole-Wasser-Wärmepumpe für Erdsonde und Kollektor.
Welches Gerät wann
Die Auswahl beginnt bei der Heizlast und der nötigen Vorlauftemperatur, nicht beim Budget. Ein Haus mit 6 Kilowatt Heizlast und Fußbodenheizung ist mit der 5800i vollständig bedient; die 6800i wäre dort teurer bei gleicher Arbeitszahl. Umgekehrt: Ein unsaniertes Haus mit 12 Kilowatt Heizlast und alten Heizkörpern braucht die 7400i oder ein Hochtemperaturkonzept — mit der 5800i läuft es auf dauerhaften Heizstabbetrieb hinaus.
Die Sole-Variante als Alternative
Wenn das Grundstück eine Bohrung hergibt, ist die 7800i LW rechnerisch das bessere Gerät: Jahresarbeitszahlen um 4,5 statt 3,5 und kein Außengerät mit Schall. Der Mehrpreis für die Quelle liegt bei 10.000 bis 18.000 Euro; er rechnet sich bei hohem Wärmebedarf über zwölf bis achtzehn Jahre.
Preisrahmen
Komplette Anlagen liegen eingebaut bei 21.000 bis 32.000 Euro für die 5800i, 24.000 bis 36.000 Euro für die 6800i und 28.000 bis 42.000 Euro für die 7400i — jeweils vor Förderung.
