Das Außengerät steht 15 bis 20 Jahre an derselben Stelle. Was bei der Aufstellung falsch gemacht wird, lässt sich später nur mit erheblichem Aufwand korrigieren. Vier Themen entscheiden: Untergrund, Entkopplung, Kondensat und Durchführung.
Der Untergrund
Streifenfundament. Zwei Betonstreifen, frostfrei gegründet in 80 Zentimeter Tiefe, dazwischen ein Kiesbett. Der solideste Weg, Kosten 600 bis 1.500 Euro.
Fertigfundament aus Beton oder Recyclingmaterial. Wird auf ein verdichtetes Kiesbett gesetzt, spart Aushub und Zeit. 250 bis 700 Euro. Für die meisten Einfamilienhausgeräte ausreichend, sofern der Untergrund tragfähig und setzungsfrei ist.
Wandkonsole. Spart Fläche, überträgt aber Schwingungen direkt in die Gebäudewand. Nur mit wirksamer Entkopplung und nur an massiven Wänden — nie an Schlafzimmerwänden, nie am Leichtbau.
Bodenkonsole auf vorhandener Platte. Nur wenn die Platte nicht mit dem Haus verbunden ist. Eine mit dem Fundament verbundene Terrassenplatte leitet Körperschall bis ins Wohnzimmer.
Entkopplung
Schwingungsdämpfer unter den Gerätefüßen kosten 50 bis 200 Euro und sind der wirksamste Schutz gegen das, was Bewohner als Brummen wahrnehmen. Ebenso wichtig: flexible Anbindung der Rohrleitungen mit Kompensatoren, keine starre Verschraubung durch die Wand, keine feste Auflage der Leitungen auf Mauerwerk.
Kondensat
Ein Luftgerät produziert im Winterbetrieb erhebliche Mengen Kondenswasser — an feuchten Tagen bis zu 20 Liter täglich. Es muss frostfrei versickern oder abgeleitet werden:
- Kiesbett von mindestens 50 Zentimeter Tiefe unter dem Gerät, frostfrei, mit Ablauf ins Erdreich
- Kondensatwanne mit beheizter Ablaufleitung, wo Versickerung nicht möglich ist
- Kein Anschluss an die Regenrinne, die im Winter zufriert — die häufigste Ursache für Eisplatten vor dem Gerät
Gefriert das Kondensat unter dem Gerät, hebt der Eisblock im Extremfall den Verdampfer an und beschädigt die Lamellen. Das ist der häufigste vermeidbare Schaden im ersten Winter.
Die Wanddurchführung
Bei Monoblockgeräten laufen zwei wasserführende Leitungen ins Haus, bei Split zwei Kältemittelleitungen plus Steuerkabel. Beide brauchen eine Kernbohrung mit Gefälle nach außen, eine dauerhaft dichte Manschette und eine dampfdiffusionsdichte Dämmung. Fehlt letztere, schwitzt die Leitung im Sommerbetrieb und durchfeuchtet die Wand.
Standort und Abstände
Nicht in Mulden, Lichtschächte oder enge Innenecken. Freie Luftansaugung und freier Ausblas mit den vom Hersteller geforderten Abständen — meist 30 Zentimeter zur Rückwand, ein bis drei Meter im Ausblas. Nicht direkt unter Schlafzimmerfenster, nicht in die Hauptwindrichtung mit Laubeintrag, und bei Propangeräten mit Abstand zu Kellerabgängen und Kellerfenstern.
